Waldkauz bei Sonnenaufgang

Nachdem ich letztens gesehen habe, dass er wieder sehr entspannt vor seiner Höhle sitzt, dachte ich mir, dass ich es doch irgendwann mal morgens bei Sonnenaufgang probieren sollte. Schließlich sind Waldkäuze einfach super.

Meistens fällt das mit dem “mal morgens bei Sonnenaufgang probieren” bei mir ja flach, weil ich Sonnenaufgänge bekanntermaßen am liebsten nutze um irgendwelche immer dieselben Wälder zu fotografieren. Vor allem dann wenn’s Nebelchancen gibt. Die gab es heute Morgen eindeutig nicht. Wie praktisch!

Dass es so gut klappt mit dem Licht hätte ich allerdings nicht gedacht. Ist ja doch ein Glückspiel mit den Lücken in den Bäumen bzw. im Laub der Bäume.



Ich mag Eulen eindeutig: Die bewegen sich weniger als die meisten Blumen. Das Foto hier ist mit 1/4 Sekunde Belichtungszeit gemacht…

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6 Kommentare zu “Waldkauz bei Sonnenaufgang”

  1. Jochen Rössler hat geschrieben:

    Hallo Felix,
    super Foto, herzlichen Glückwunsch!
    Wie hast Du den denn überhaupt gefunden??
    Herzliche Grüße von Jochen

  2. Felix hat geschrieben:

    Hey,

    vielen Dank!

    Also ich könnte dir jetzt diese heroische Geschichte hier erzählen:

    Es war ein nebliger Morgen, als ich mich auf den Weg in den tiefen Wald machte. Das Sonnenlicht kämpfte sich nur mühsam durch das dichte Blätterdach, und der Boden war mit feuchtem Moos und verwelktem Laub bedeckt. Mit jedem Schritt, den ich tat, schien der Wald mich weiter in seine Geheimnisse einzuhüllen. Das Zwitschern der Vögel und das Rascheln der Blätter waren die einzigen Geräusche, die die Stille durchbrachen.

    Mein Ziel war klar: Ich wollte den Waldkauz finden, die in einer alten Baumhöhle leben sollte. Seit Wochen hatte ich Nachforschungen angestellt. Alle Hinweise führten mich zu diesem abgelegenen Teil des Waldes.

    Ich folgte einem kleinen, kaum erkennbaren Pfad, der sich immer tiefer in den Wald schlängelte. Manchmal verlor ich den Weg aus den Augen und musste mich durch dichte Büsche und über umgestürzte Bäume kämpfen. Die Suche war anstrengend, aber die Aussicht, eine Eule in ihrem natürlichen Lebensraum zu fotografieren, trieb mich weiter.

    Nach Stunden der Wanderung und mehr als einer schmerzhaften Begegnung mit Dornensträuchern entdeckte ich schließlich eine Lichtung. In ihrer Mitte stand eine uralte Kastanie, deren Stamm so dick war, dass ihn zehn Männer nicht hätten umfassen können. Ich näherte mich vorsichtig und suchte nach einer Baumhöhle.

    Und da war sie. Ein dunkles Loch im Stamm. Mein Herz schlug schneller vor Aufregung. Ich holte meine Kamera aus dem Rucksack, stellte die richtige Belichtung ein und machte mich bereit, den Moment festzuhalten.

    Zunächst konnte ich nichts erkennen, aber dann blitzten zwei große, goldene Augen im schwachen Licht auf. Die Eule! Sie saß still und majestätisch vor der Höhle und musterte mich mit einem durchdringenden Blick. Für einen Moment schien die Zeit stillzustehen.

    Ich richtete die Kamera aus, fokussierte und drückte den Auslöser. Das leise Klicken schien die Eule nicht zu stören. Ich machte mehrere Aufnahmen aus verschiedenen Winkeln, um sicherzugehen, dass ich das perfekte Bild bekam. Die Eule blieb erstaunlich ruhig und ließ mich meine Arbeit tun.

    Nach einigen Minuten, in denen ich die Schönheit dieses Geschöpfs bewunderte und die Atmosphäre des Waldes in mich aufnahm, packte ich meine Ausrüstung zusammen und trat langsam zurück. Ich wusste, dass ich eine ganz besondere Begegnung erlebt hatte, eine, die ich niemals vergessen würde.

    Mit einem Lächeln und einem dankbaren Blick auf die Eule machte ich mich auf den Heimweg. Der Wald schien nun freundlicher, fast als würde er meinen Erfolg mit mir feiern. Ich wusste, dass ich eine außergewöhnliche Erfahrung gemacht hatte, die mich für immer begleiten würde. Und in meinem Rucksack trug ich die Beweise dieser Begegnung – Bilder, die die Magie des Augenblicks festhielten.

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    Die Realität ist aber: Ich habe vor zwei Jahren verraten bekommen wo sie lebt. Nicht wirklich mitten im Wald, sondern direkt am Rand eines Wegs. Ziemlich langweilig also. :P

    Viele Grüße,
    Felix

  3. Jochen Rössler hat geschrieben:

    Moin Felix,
    wusste gar nicht, dass du auch literarisch hochbegabt bist.
    Beide Geschichten finde ich sehr eindrucksvoll, weiter so :)
    Herzliche Grüße von Jochen

  4. Felix hat geschrieben:

    Hey,

    jetzt kommt direkt die nächste Enttäuschung: Das war nicht ich, das war ChatGPT, hab nur ein paar Sätze angepasst. ;)

    Viele Grüße,
    Felix

  5. Britta hat geschrieben:

    Hi Felix,

    also, deine Geschichte … liest sich irgendwie gut! :-)

    Hatte mir das Video von Mittwoch zuerst angeschaut. Echt bezaubernd anzusehen, wie er in der Morgensonne blinzelt. Das Foto ist natürlich auch total genial, aber in diesem Fall gefällt mir das “bewegte Bild” besonders. So ein wunderschöner Piepmatz! Danke für den Einblick.

    Viele Grüße
    Britta

  6. Felix hat geschrieben:

    Hey Britta,

    ja, die wäre gut, wenn man sie so echt erleben könnte. Was bei mir nicht der Fall ist, weil an einem nebligen Morgen würde ich vermutlich nicht auf die Idee kommen eine Eule fotografieren zu wollen. ;P

    Der Waldkauz war echt schön zu beobachten. Ich werde das glaub ich auch wiederholen die Tage. Gerade wenn es so heiß wird und der Nebel eh wieder keine Chance hat…

    Danke dir und viele Grüße,
    Felix