BREITBLÄTTRIGE STENDELWURZ
Jetzt steht sie endlich in voller Blüte, “meine” Breitblättrige Stendelwurz hier im Wald. Nachdem mein letzter Fotoausflug ein wildsauinduzierter Flop(*) war, bin ich ja froh darüber, dass es wenigstens noch für einen letzten Blogbeitrag diesen Juli gereicht hat.

So richtig glücklich bin ich ja nicht mit dem Foto (aber das hat ja auch so seine Vorteile, nächstes Jahr werden die Orchideen ja vermutlich wieder blühen, bleibt also weiterhin die Hoffnung auf ein richtig gutes Foto der Breitblättrigen Stendelwurz): Der Blütenstand der Orchidee hat irgendwie nur in eine Richtung Blüten (und zwar genau auf der Seite, die ich nicht gewählt hätte, wenn ich die Wahl gehabt hätte ;) ). Ich weiß jetzt nicht woran das liegt, vielleicht haben ja die vielen Läuse auf der Pflanze was damit zu tun? Dazu kommt dann noch, dass sie inzwischen so groß ist, dass man sie kaum komplett aufs Bild bekommt wenn man sie richtig freistellen will. Und so ist dieses Foto dann auch ein zusammengesetztes Vertikalpanorama aus vier Aufnahmen im Querformat (daher auch das komische Format (Nachtrag: Ist ja gar nicht komisch, ich bin wohl nur inzwischen schon zu sehr 3:4 gewohnt bei Hochformat ;) )).
(*) Zum Wildsauereignis: Letztens gab es so richtig schönen Nebel hier. Ab ca. 300m Höhe war der komplette Wald verhüllt. Was also lag näher als die Schuhe anzuziehen, den Rucksack aufzusetzen und voller Enthusiasmus in den Wald zu spazieren? Es hat nicht lang gedauert, bis ich mein Motiv gefunden habe. Ich bin ein paar Meter vom Weg ab bergauf in den Wald spaziert… Und dann standen sie plötzlich da: Geschätzte 10 bis 15 Wildsauen (vermutlich darunter auch Jungtiere). Ich dachte mir ja erst mal nicht viel dabei, normalerweise hauen sie ja direkt alle ab. Nicht so dieses Mal, lag vermutlich am Wind. Während zwar der Großteil schon wie üblich die Kurve kratze, blieben drei von ihnen stehen und fingen an bedrohlich zu schnauben. Unangenehm dachte ich mir dann so. Ich habe in die Hände geklatscht, ein bisschen vor mich hingeredet um ihnen den Hinweis zu geben, dass ich vielleicht doch einfach nur ein Mensch sein könnte (vielleicht ein Fehler, als Wildsau hätte ich vermutlich was gegen Menschen…) und habe dann langsam den Rückwärtsgang eingelegt. Das hat dann immerhin zwei weitere Säue davon überzeugt, dass ich keine Gefahr bin. Eine allerdings blieb standhaft. So standhaft, dass ich sie in der Dämmerung zuerst noch für einen Baumstumpf gehalten hatte. Nach einer kurzen Zeit als getarnter Baumstumpf hat sie dann aber die Tarnung aufgegeben und ist in meine Richtung losgespurtet (ich sah wohl nicht so aus wie ein Baumstumpf, vielleicht habe ich auch noch anders gerochen ;) ). Ich glaube so schnell hab ich noch nie von 0 auf 100 beschleunigt. Glücklicherweise scheint sie mich schnell aus den Augen oder dem Geruch verloren zu haben, sonst hätte ich doch noch auf einen Baum flüchten müssen. Fotografisch war der Morgen dann aber trotzdem gelaufen…



6. August 2014 um 19:49
Das nenn ich ja mal eine geniale Idee, ein Hochkantpanorama für bessere Freistellung! Haste Dir das selbst ausgedacht? Funktioniert auf jeden Fall ziemlich gut. Könnte man ja eigentlich auch mit geduldigen Wildschweinen machen. So´n Freistellungspanorama, mein ich, kein vertikales, das wär ja nur was für Giraffen…
7. August 2014 um 07:56
Selber ausgedacht? Keine Ahnung, kann durchaus sein, dass ich es mal irgendwann aufgeschnappt und gespeichert habe. Jedenfalls ist’s mir vor Ort wieder eingefallen als ich genervt von der fehlenden Freistellung war… ;)
Was die Wildsäue betrifft, ich verzichte dankend. Letztens hatte ich schon wieder eine Begegnung… Das nimmt langsam überhand.