ALPENBLUMEN
Donnerstag, Mai 19th, 2011Heute gibt es nur zwei kleine Blümchen aus den Alpen. Frühlingsenzian und die Alpen-Soldanelle.


Heute gibt es nur zwei kleine Blümchen aus den Alpen. Frühlingsenzian und die Alpen-Soldanelle.


Gestern gab es für mich gleich zwei Premieren in der Lobau: Zum ersten Mal habe ich dort einen wild lebenden Bären gesehen und ebenfalls zum ersten Mal einen Weißstorch. Letztere sind zwar im Osten Österreichs sowieso nicht wirklich selten, in die Lobau hat sich während meiner Anwesenheit allerdings trotzdem keiner verirrt. Zuerst aber das obligatorische Sonnenuntergangsfoto, heute mit Helmknabenkraut:

Und damit zum Bären: Naja, um ein Säugetier handelte es sich dabei nicht und die einzige Ähnlichkeit, die er mit einem dieser Bären hatte, ist der doch recht pelzige Kopf gewesen… Sein Name ist auch nicht gerade besonders einprägsam: Breitflügeliger Fleckleibbär. Aber er sah lustig aus und deshalb hier zwei Fotos von ihm.


Und zum Schluss noch der Weißstorch, interessanterweise im Duo mit einem Graureiher. Es hat zwischendurch fast so gewirkt als hätte der Storch Freude daran gehabt den Reiher immer wieder zu vertreiben.

Heute Mittag war ich wieder auf der Suche nach neu blühenden Orchideen. Fündig wurde ich wieder nicht. Geduld ist wohl wirklich eine Tugend… ;)
Fotos hab ich trotzdem gemacht. Bei mir kommen ja meistens Pflanzen, die keine Orchideen sind etwas zu kurz. Ich hab mir vorgenommen mich was das betrifft etwas zu “bessern”. Den Anfang macht heute eine Pflanze, die gerne dort wächst, wo auch diverse Orchideen, wie z.B. Kleines Knabenkraut, Helm-Knabenkraut, Frühlingsbrandknabenkraut (und ein paar andere) wachsen. Der Dolden-Milchstern:

Zusätzlich noch ein paar Orchideendetailaufnahmen. Heute ist auch mal die Vogel-Nestwurz vertreten, gleich auf dem ersten Foto. So wirklich hübsch wirkt sie ja nicht unbedingt, allerdings duftet sie scheinbar intensiv nach Honig (konnte ich leider nicht testen, sie stand hinter einem Zaun). Photosynthese betreibt sie auch nicht, sie hat’s mehr mit den Pilzen im Boden. Auf dem zweiten und dritten Foto gibt’s zwei alte Bekannte: Frühlings-Brandknabenkraut und Helmknabenkraut.



Nach ein paar wenigen (eher einem Paar) Tagen Abwesenheit bin ich heute zum Sonnenuntergang in der Oberen Lobau gewesen. Mal schauen wie’s den Orchideen mit dem Frost so ergangen ist und Ausschau nach neu blühenden Arten halten. Letzteres war doch recht erfolglos, aber zumindest theoretisch sind jetzt bald Wanzenknabenkraut und Fleischfarbenes Knabenkraut an der Reihe. Ein paar Helmknabenkräuter hat der Frost wohl dahingerafft, bei den Kleinen Knabenkräutern bin ich eher unsicher, die sehen eher verblüht als erfroren aus und an sich neigt sich ihre Zeit jetzt eh langsam dem Ende zu. Die Fotos des heutigen Abends leiden allerdings so oder so unter totaler Orchideenarmut…


Es gibt einige Dinge die (manche) Orchideen nicht so recht mögen. Unter anderem gehört Frost dazu. Davon gab es heute Morgen für einen 6. Mai schon recht viel. In Fahrradlenkerhöhe habe ich über einer Heißlände in der Lobau immerhin -3,5°C gemessen. Dementsprechend waren Landschaft und Pflanzen teilweise mit einer dünnen Reifschicht überzogen. Kommt auch nicht so häufig vor im Mai.



Nachdem gestern also die Sumpfschildkröten in der Sonne rumhingen, hingen heute Morgen manche Orchideen teilweise durch den Frost rum. Vor allem die Helmknabenkräuter hat es erwischt, die lagen teilweise komplett am Boden. Auch die Landschaft sah im Ganzen durch den Reif farblich etwas anders aus.

