ALLES ZU ‘FOTOAUSFLUG’

BODENFROST UND 1°C

Montag, September 6th, 2010

Eine windstille und klare Nacht und schon klappt es auch ganz am Anfang des (meteorologischen) Herbstes mit dem Bodenfrost. Zwar noch nicht sehr ausgeprägt, aber ein paar freie Flächen in der Oberen Lobau hatten heute morgen den ersten (ich nehm einfach mal an, dass es vorher keinen gab) Reif seit langer Zeit. Auch etwas weiter vom Boden entfernt war es durchaus kalt: In ca. 1 Meter Höhe teilweise immerhin gerade mal 1°C. Nicht übel für Anfang September.



Ebenfalls interessant war die Menge an Libellen die ich heute morgen gefunden habe. Entweder hat sich mein Blick für taubenetzte Libellen etwas verbessert (glaub ich fast nicht) oder es saßen einfach heute Morgen mehr Libellen in Kältestarre auf den Wiesen rum. Teilweise spiel(t)en sich da auch richtige Dramen ab. Zuerst aber eine noch lebende Libelle, die, im Gegensatz zu allen anderen, an einem einigermaßen fotogenen Ansitz saß.



Nicht weit weg davon gab es eine Szene mit Wespenspinne und einer toten Libelle. Des einen Freud, des anderen Leid…





Und gelben Tau in Spinnennetzen sieht man auch nicht alle Tage, dürften wohl Pollen gewesen sein.



Komischerweise hatte ich heute morgen gar keinen Blick für gescheite Landschaftsfotos. Wenn das Wetter mitspielt, hoffe ich ja, dass das dafür morgen klappt…

NACHSCHLAG AUS DEM ENGADIN

Montag, August 30th, 2010

Und noch ein paar Fotos aus dem Engadin. Nachdem das Wetter momentan hier in Wien sowieso nicht wirklich mitspielt, fällt es ja leicht die Zeit mit Fotos bearbeiten zu verbringen. Ab dem Wochenende schaut’s aber nach edlem Sonnenaufgangswetter aus. Mal sehen ob es auch wirklich so kommt. Bis dahin hier noch drei Fotos aus dem Val Morteratsch.



AUS DEM ENGADIN

Samstag, August 28th, 2010

Kurz bevor der meteorologische Sommer sein Ende findet und der Herbst (endlich?) vor der Tür steht, hab ich es doch tatsächlich noch geschafft einige Fotos aus dem Engadin (siehe vorheriger Beitrag) fertigzustellen. Wenn man gewillt ist einen kleinen Umweg zu fahren, liegt das Engadin ja fast (naja, ziemlich fast ;) ) auf dem Weg zwischen Wien und Stuttgart – und genau das war letztens mein Weg.

An sich hatte ich mir ja ganz andere Plätze zum Fotografieren in Google Earth rausgesucht. Allerdings hatte ich eine ganz wichtige Sache in meiner Planung vergessen: Kühe. Das lag wohl mit daran, dass ich normalerweise nicht im Sommer in den Alpen bin sondern mehr im Herbst… Jedenfalls: Kühe überall! Dazu natürlich auch alles was dazugehört. Vom Fladen über die zusammengetretenen Ufern der kleinen Seen, die an sich so schön in der Landschaft liegen bis zu den Kühen überall im Motiv. Zusätzlich muss ich gestehen, dass mir so eine Herde neugieriger Kühe sowieso nicht ganz geheuer ist. Das alles zusammen hat dann dazu geführt, dass ich meine ganzen Planungen über den Haufen geworfen habe und mich dann mehr auf das Morteratschtal konzentriert habe. Allerdings nicht ohne vorher auch direkt am Berninapass noch ein paar Fotos zu machen. Und weil es jetzt doch wirklich über zwei Wochen vergangen sind seit dem letzten Eintrag, gibt es heute mal ein paar Fotos mehr als sonst…



Jetzt wäre zu hoffen, dass das Wetter auch mal wieder flachlandnebeltauglich wird… Ich bin optimistisch. Der erste Bodenfrost wäre auch angebracht.

IM ENGADIN

Donnerstag, August 12th, 2010

Wie letztens angekündigt, ging der nächste Fotoausflug wirklich in die Alpen. Der ausführlichere Bericht, mit (großen) Fotos, wird allerdings erst in einigen Tagen kommen. Bis dahin gibt’s nur ein kleines Vorschaubild und einen Kurzbericht.



Ortskenner werden sofort sehen wo es mich in den zwei Tagen hingeführt hat: Mal wieder ins Engadin. Das Vorschaufoto ist im Val Morteratsch entstanden, kurz nach Sonnenaufgang. Nachdem ich letztes Jahr im Herbst zum Fotografieren im Val Roseg war, fällt mir im Vergleich als Vorteil auf, dass der interessante Teil das Val Morteratsch eindeutig leichter zu erreichen ist. Der Nachteil dagegen ist, dass der interessante Teil des Val Morteratsch eindeutig leichter zu erreichen ist… ;)

Immer wieder muss ich erkennen, dass das Engadin, speziell die Berninagruppe, eindeutig zu den schönsten Gegenden in den Alpen gehört.

ENDLICH WIEDER IN DER LOBAU

Donnerstag, August 5th, 2010

Heute morgen hat es endlich mal wieder mit einem Sonnenaufgangsausflug in die Lobau geklappt. Heute morgen hat man schon gemerkt, dass die wärmste Zeit des Jahres (zum Glück ;) ) inzwischen wieder vorbei ist. Ich hatte zwar leider keinen Thermometer dabei, aber es würde mich nicht wundern, wenn die Temperaturen dort schon einstellig gewesen sind. Nebel gab es auch genug. Außerdem hat die Goldrutenzeit begonnen. An manchen Stellen stehen sie schon in voller Blüte, an anderen dauert es noch etwas.



Die Massen an Wespenspinnen sind immernoch da. Dank Tau und Gegenlicht kann man sie, in ihren Netzen sitzend, kaum übersehen. Auch sonst waren viele Tiere zu entdecken. Noch vor Kälte erststarrte Bläulinge direkt hinter Wespenspinnennetzen (leider nicht zu fotografierbar), kleine Spinnen vor großen Spinnen, Libellen etc. Das angenehmste an der Sache war allerdings, dass die Gelsen bei weitem nicht mehr in Massen auftreten. Es geht wieder ohne Schutz.



Wenn ich mir die Wetteraussichten so anschaue, glaube ich fast, dass der nächste Fotobericht hier aus den Alpen kommen wird…

RAX MIT EDELWEISS UND GEMSEN

Sonntag, August 1st, 2010

Heute ging es endlich, nach viel zu langer Abwesenheit, mal wieder in die Berge. Sogar fast richtige Berge, Gletscher bietet die Rax ja leider keinen, aber ansonsten passt das schon dort oben. Sonntags und dann noch bei dem heutigen Sommerwetter kann man dort, zumindest auf den normalen Wegen, zwar keine Bergeinsamkeit finden, aber so lange man die Hütten und die Wege, die die Hütten verbinden so gut wie möglich meidet, kann man auch das verkraften.

Edelweiß gibt es auf der Rax echt mehr als genug. Wenn man die Augen erstmal geeicht hat, kann man sie kaum mehr übersehen. Sind schon auch hübsche Pflanzen, wenn auch etwas eng mit dem Boden verbunden… ;)



Auf dem weiteren Weg über die Hochebene (hat fast schon was von einem kleinen Vercors), gab’s dann auch noch eine ganze Menge Gemsen zu sehen. Irgendwie hat es schon was, so eine Menge an großen Säugetieren in der freien Wildbahn beobachten zu können. Das Mittagslicht ist zwar denkbar ungeeignet für wirklich gute Fotos von den schönen Tieren, aber manchmal muss man eben doch nehmen was man kriegen kann. Und so Landschaftserkundungsausflüge sind bei Tageslicht halt doch am einfachsten…



Mal sehen, wo mich der nächste Ausflug hinführt…

PS.: Das perfekte Bergwetter sah dann so aus:



ABEND AM OBERSTINKERSEE

Donnerstag, Juli 22nd, 2010

Der Name ist wirklich unvorteilhaft: Oberstinkersee (auch Oberer Stinkersee genannt). Zum Glück hat er nichts mit irgendwelchen Gerüchen zu tun. Wie diese Lacke im Seewinkel allerdings zu dem wenig schmeichelhaften Namen gekommen ist, weiß ich nicht. Auf der Suche nach trocken gefallenen und erreichbaren Ufern gestern in den Abendstunden war sie jedenfalls die einzige, die schön strukturierten Boden gezeigt hat. Und so verlief die Zeit von vor Sonnenuntergang bis nach Sonnenuntergang mehr oder weniger an genau der gleichen Stelle, hat ja auch mal was.



PS.: Es gibt auch einen Unterstinkersee…

LANDSCHAFT GESUCHT, SPINNE GEFUNDEN

Dienstag, Juli 20th, 2010

Nach langer Abwesenheit hat mich mein Fahrrad heute morgen endlich mal wieder bei Sonnenaufgang in die Lobau getragen. Eigentlich hatte ich ja vor, mein neues Superweitwinkel (dazu gibt’s bald auch einen Artikel auf meiner Seite) mit netten Landschaftsfotos aus dem Flachland (Wiesen mit Blumen und vielleicht etwas Nebel, das Übliche halt) einzuweihen. Mangels Nebel und da momentan die Wiesen auch nicht so wirklich bunt sind, ist aus dem ursprünglichen Plan allerdings nicht wirklich was geworden. Für eins hat’s allerdings trotzdem gereicht.



Glücklicherweise sind zumindest manche Wiesen in der Lobau momentan voller Wespenspinnen. So gibt’s dann halt statt Landschaftsfotos ausnahmsweise mal ein Spinnenfoto. Sind schon schöne Tiere, wären Wespenspinnen Orchideen, würden sie sicher zu den schönsten Orchideen gehören… ;)



PS.: Es fliegen zwar immernoch viele Gelsen, aber verglichen mit dem was ich Ende Juni dort erlebt habe, sind es inzwischen fast paradiesische Zustände.

NEBELMORGEN VOR HITZETAG

Mittwoch, Juni 30th, 2010

Heute hat dann auch der Wind mitgespielt, also einfach nicht geweht. So stand einem vernebelten Sonnenaufgang nichts mehr im Weg. Ein Hoch auf das bisher eher feuchte Jahr, da hat’s eindeutig noch genug Potential für Frühnebel.



Das beste Erlebnis des Morgens war allerdings nicht der Nebel. Auch nicht die vielen Gelsen, die mir dank Moskitohut und Handschuhen nichts anhaben konnten. Sondern eine Bande von Wildschweinen: Drei erwachsene Säue gefolgt von neun Jungtieren sind an mir vorbeigerast, als ich gerade nach Orchideen geschaut habe. Fotografieren konnte ich sie allerdings nicht, dazu waren sie doch zu schnell bzw. ich zu langsam. Als Wildsaufotoersatz dann halt zwei Insektenfotos…



Die Sumpfstendelwurzen blühen inzwischen recht verbreitet. Deshalb wie angedroht ein Detailfoto einer der Blüten. Unter den vielen Stendelwurzarten ist diese für mich eindeutig die schönste.



Und jetzt wird’s dann zum ersten Mal seit langem wieder heiß in der Lobau…

SONNENAUFGANG

Montag, Juni 28th, 2010

Zwar nicht windstill und damit leider auch ohne Nebel, aber zumindest klar und, oh Wunder, sogar 100%ig kondensstreifenfrei war der heutige Morgen in der Lobau. Ganz einfach ist das zur Dämmerungszeit momentan allerdings nicht mit dem Fotografieren.

Nicht etwa, weil die Sonne zur Zeit doch eher früh aufgeht, daran kann man sich gewöhnen, sondern eher, weil eine wahre Flut von Gelsen über einen herfällt, sobald man zu langsam unterwegs ist. Zum Glück gibt es Moskitohüte (gewöhnungsbedürftig beim durch den Sucher schauen und sicher ein amüsanter Anblick) und Handschuhe (gewöhnungsbedürftig bei den eher warmen Temperaturen) – aber so lässt es sich zumindest einigermaßen ungestört fotografieren…