Eigentlich kein schöner Morgen!
Keine Ahnung was mich da heute Morgen geritten hat. Vielleicht die Wetteraussichten für die kommenden Tage? Sah so aus, als ob es heute nochmal ganz ok sein könnte und danach halt… naja… grindig wird.
Der Blick auf Satellitenbild nachts (also um 4 Uhr morgens) sagte aber an sich schon, dass das jetzt nicht unbedingt der Sonnenaufgang aller Sonnenaufgänge werden wird. Einfach zu viele Wolken in Richtung Sonnenaufgang. Aber wenn man halt schon mal wach ist und die Orchideen gerade blühen…
Ich bin dann halt doch gefahren. Und während der Fahrt fragte ich mich dann immmer mehr: Wozu eigentlich? ;)
Vor Ort war’s dann leider auch echt so, dass es einfach nur heller wurde. Keine Sonne und erst recht keine bunten Wolken, die wenigstens auf irgendeine Art und Weise einen Hintergrund für die Orchideen hätten bilden können. Und dann meinerseits halt wieder der Blick aufs Satellitenbild: Das wird noch! Irgendwann kommt sie noch, die Sonne! Nach 1 1/2 Stunden warten, war sie dann kurz da. Und dann kamen schon wieder so blöde Cirren. Ich hasse Cirren!
Naja, ein Foto ist trotzdem ganz gelungen. Aber so prinzipiell hätte ich echt nichts dagegen, wenn es auch diesen Frühling auch einfach mal eine richtige Hochdrucklage geben würde. Normal ist das aktuell ja nicht… Aber was ist schon normal?
Hier das Foto:

Und ich finde es ja spannend. Bin mir noch nicht so ganz sicher, ob ich 135mm Brennweite für solche Fotos wirklich gut perfekt finde. Mit MFT war die “Brennweite” (entsprechend 270mm KB) irgendwie fast besser? Vermutlich Gewohnheit. Jedenfalls, manchmal wäre etwas mehr wohl besser. Vielleicht ein 70-200mm f2.8 Zoom? Oh weia…




14. Mai 2021 um 18:40
…. aber ein schönes Foto!
Gruß Volker
15. Mai 2021 um 07:25
Hey,
Danke dir! :)
Ein schönes Wochenende,
Felix
15. Mai 2021 um 08:18
Ach das Licht… Hier war´s gestern super, den ganzen Morgen sonnig und kühl. Und weil der Wetterbericht komplett was anderes prophezeite, hab ich keinen Urlaub genommen und konnte bei schönem Wetter arbeiten. Toll!
Das Bild ist aber wenigstens ein Bild, ein hübsches sogar. Bei Sonne ist es im Wald ja nicht unbedingt einfach, da bleibt nur ein kurzes Zeitfenster, in dem es gut aussieht. Mit Wolken hat man länger was vom fehlenden Licht :P.
Das 135er ist an sich schon ideal für Orchideen am VF, finde ich. Ist die ideale Kombi aus Freistellung und Umfeld. Für die größeren Orchideen wie die hier nehm ich aber auch ganz gern das 2.8/200. Wenn Platz ist. Oder 2.8/300, wenn mehr Platz ist. Das 400er hab ich ja nicht, Platz aber schon.
Schönes Wochenende!
Marcus
15. Mai 2021 um 08:44
Hey,
beneidenswert. Hier war es nur kühl… Und windig als ich auf die Sonne gewartet habe… :P
Hast schon recht mit der Sonne im Wald… Aber daneben ist ja dann Sonne mit Wiese. =)
Und ich war wieder dort, wo ich bei meinem ersten richtigen Orchideenausflug hier in der neuen Gegend war (https://www.felixwesch.de/blog/?p=7514), wusste also irgendwie, was ich machen will. Wäre dann nicht ganz so stressig geworden vermutlich. Naja, irgendwann wird es. Zur Not halt mit anderen Orchideen. Gibt ja genug Auswahl.
Du hast ein 200mm 2.8 und ein 300mm 2.8? Klingt gut. Ich hab mir gestern Morgen gedacht, dass es vielleicht auch mal einen Versuch wert wäre, mit dem 150-600er bei 600mm was zu machen. Von der Freistellung her müsste das ja auch recht spannend sein, auch wenn es nur f6.3 ist. Ansonsten muss halt doch ein 400mm f2.8 her. Wobei dafür hätte ich nicht mal Platz im Rucksack. ;)
Viele Grüße und dir auch ein schönes Wochenende,
Felix
PS.: Morgen sieht es vielleicht nicht ganz so unsonnig aus morgens… Mal sehen. ;)
15. Mai 2021 um 18:57
Auch hier zeigst du uns wieder eine wunderhübsche Orchidee. :-)
70 – 200 f 2.8 … wäre mal einen Versuch wert … ich werde berichten, wenn ich es ausprobiert habe *ggg*.
LG Frauke
15. Mai 2021 um 19:11
Hey,
ist ja auch die Gleiche! Also nicht dieselbe, aber die Gleiche… ;)
Das Canon 200mm f1.8 ist sicher auch spannend… :P
Viele Grüße und viel Erfolg bei deinen Versuchen,
Felix
17. Mai 2021 um 11:49
Ist doch ein super Foto geworden, wirkt irgendwie nostalgisch. Jammern auf hohem Niveau liegt Dir ausgezeichnet :)
Auf Orchideensuche begebe ich mich nun auch mal, sind im Passauer Raum angeblich mittlerweile jedoch recht rar.
Bzgl Tele: Ich habe jetzt mal mangels nicht dabeigehabter Alternative mit dem 150-600er ein charmantes Reptil aus der nächstmöglichen Entfernung (weil es hinter mir die Mauer runterging) mit 2,8m geknipst (allerdings bei super Lichtverhältnissen) und mich hat die Freistellung überraschend beeindruckt.
Weiterhin frohes Schaffen wünsche ich und grüße herzlich
Jochen
17. Mai 2021 um 15:15
Hey Jochen,
danke dir für deinen Kommentar. Bin eine talentierte Heulsuse. ;P
Habe gerade mal hier drübergeschaut: http://www.aho-bayern.de/taxa/fs_taxa_01.html
Wirklich nicht unbedingt ein Hotspot. Aber weit hast es nicht. =)
Und ja, 600mm sind mit der Nahgrenze sicher auch ok. Macht nur die Vordergrundgestaltung schwieriger, weil man durch so viel durchfotografieren muss (oder kann?). Außerdem, und ich glaub das würde mich echt stören: Das frei Hand fotografieren geht nicht mehr so leicht von der Hand bei “gutem” Licht (also Sonnenaufgang und so). Da sind 600mm mit f6.3 gerade im Nahbereich sicher schon eine andere Sache als 135mm mit Blende 2. Aber ich muss das mal testen. :)
Viele Grüße und viel Erfolg bei deiner Suche,
Felix
18. Mai 2021 um 07:39
Moin Felix,
danke für den Linktipp. Sehr spannend, Orchideen sind für mich so neu wie Tiefseetauchen :)
Herzliche Grüße
Jochen
18. Mai 2021 um 13:59
Hey Felix!
ein richtig schönes, beeindruckendes Bild, wie die meisten, die ich mir inzwischen von Dir angesehen habe!
Mich wundert nur Deine Überlegung, so lange Brennweiten zu nutzen…. Muss man sich dann nicht viel viel viel zu viel Platz freischaffen oder durch den Vordergrund kämpfen? Wie Du merkst, bin ich kein Naturfotograf; bestenfalls hobbymäßig Landschaften.
In der Portraitfotografie habe ich viele Jahre mein wunderbares 70-200 2.8 von Canon (und auch das 24-70 2.8) benutzt und auch schöne Fotos gemacht. Und ein Zoom-Objektiv verschafft einem ja auch eine tolle Flexibilität.
Trotzdem kann und will ich nicht mehr auf meine Festbrennweiten verzichten: SigmaArt 35mm, 50mm und 85mm 1.4
Es war einfach herrlich, dieses Gefühl beim Umsteigen und das erste Mal die Ergebnisse zu sehen. Diese Klarheit und Schärfe war erstaunlich, obwohl ich ja vorher schon mit den “alten” 2.8er-Objektiven zufrieden gewesen war. Ich bin immernoch glücklich, dass ich umgestiegen bin.
Nur so als Gedankenanstoß. ABER eben wahrscheinlich sinnlos, weil von einer Portraitfotografin ;o)
Schade, dass ich Dich und Deine Webseite nicht früher entdeckt habe. Als ich Deine Bilder gerade gesehen habe, habe ich mir echt gewünscht mal einen Fotospaziergang mit Dir zu machen!
Mach weiter so, denn Du zeigst fantastische Arbeit!
Sonnige Grüße aus Marburg und alles Gute in Bonn und Umgebung!
Andrea
19. Mai 2021 um 12:23
Hey Jochen,
ja. Tiefseetauchen, guter Vergleich. Leider habe ich inzwischen schon zu viele der in Deutschland wachsenden gefunden, ich muss mein Tauchrevier vergrößern… ;)
Viele Grüße,
Felix
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Hey Andrea,
danke auch dir!
Wegen deiner Frage mit der Brennweite: Ja, also prinzipiell hat man das Problem, dass mehr Zeug im Vordergrund ist. Gerade an Plätzen wo Orchideen wachsen, kann man da auch wenig beeinflussen normalerweise (weil halt meistens Naturschutzgebiete).
Aber es gibt ein großes “Aber”: Viele spannende Orchideen wachsen auf Mager- bzw. sogar Trockenrasen. Da hat man zur Blütezeit vieler der Orchideen im früheren Frühjahr (wie z.B. das Purpur-Knabenkraut hier) oft weniger Probleme mit anderer Vegetation, die zu hoch ist. Deshalb geht das dort recht gut mit langen Brennweiten.
Prinzipiell sind Orchideen sowieso eher konkurrenzschwach. Unpraktisch natürlich für die Orchideen, weil sie leicht von anderen Pflanzen verdrängt werden. Praktisch aber beim Fotografieren, weil sie eben sowieso eher dort wachsen, wo wenig anderes wächst (gilt natürlich nicht für alle Arten).
Mit kürzeren und dafür sehr lichtstarken Brennweiten habe ich Fotos wie das hier noch nicht gemacht. An sich allgemein kaum Pflanzenfotos. Da hat man einfach oft das Problem, dass der Vordergrund dann zu unruhig wird, auch wenn man ihn unscharf kriegt, hat man halt einfach “mehr” drauf. Mag in manchen Situationen aber trotzdem gut gehen. Müsste ich mal testen. Für den Hintergrund würde natürlich das Gleiche gelten. Durch den breiteren Blickwinkel ist vermutlich oft einfach zu viel Umgebung in “nerviger” Schärfe auf den Fotos. Aber wie gesagt: Ich müsste es mal probieren.
Jetzt finden die Fotospaziergänge eben virtuell bei YouTube statt. ;)
Vielen Dank für deinen Kommentar und viele Grüße aus Bonn,
Felix
21. Mai 2021 um 15:01
Huhu Felix,
ich habe heute Morgen unser altes 70 – 200 f 2.8 mal an Orchideen getestet.
Das ging richtig gut wie ich finde.
Allerdings für die Fliegenragwurz, die ich auch gefunden habe, war es dann doch ungeeignet.
1,50 m Naheinstellgrenze sind für so eine kleine Fliegenragwurz dann doch zu viel.
Hier hätte ich mir mein Makro gewünscht. Allerdings hatte ich blöderweise heute ausschließlich das 70 – 200 mit *grmpf*.
Hab ein schönes Wochenende !
LG Frauke
21. Mai 2021 um 17:18
Hoi Frauke,
ja. Also der Brennweitenbereich mit der Lichtstärke is super. Wenn ich dran denke an meiner Olympus ein 100mm f1.4 hätte gehabt gehaben haben können! Welch Freude. Aber ja, die Fliegen-Ragwurzen sind einfach zu klein irgendwie.
Aber die eigentliche Frage ist ja: Wie kann man denn Orchideen fotografieren gehen ohne zumindest ein Makroobjektiv (falls vorhanden) für den Fall der Fälle dabei zu haben? ;)
Viele Grüße und auch dir ein schönes Wochenende,
Felix