Ein seltener Tag…
Selten, weil ich heute Morgen mal wieder was gemacht habe, was ich an sich ja nicht mache und (nicht nur) mir immer wieder sage, dass man das auch einfach nicht machen sollte. Niemals. Nie: Fotografieren gehen ohne zu wissen was, wo genau und wie es vor Ort wirklich aussieht. Und das bei an sich perfekten Bedingungen.
Und so kam es, wie es kommen musste. Weder habe ich mit dem Sonnenaufgang was anfangen können, noch den Nebel für irgendwas verwenden können (außer ihn hübsch zu finden).
Aber jetzt ist es ja so, dass, wenn man die innere Stimme des fotografischen Versagens dann doch irgendwann abschalten kann und man, also ich, nicht mehr still und leise vor sich hinflucht, man plötzlich einfach auch Spaß am “einfachen” Erleben der Natur hat.
Ein Hirsch in der Ferne, ein verärgert grunzendes Wildschwein im Gebüsch, überall in der tiefstehenden Sonne leuchtender Ginster, hoppelnde Kaninchen, ein lichter Kiefernwald, bei dem ich mich noch immer frage, wieso dort nicht überall Orchideen wachsen, ein Neuntöter auf einem Busch… Spaß macht das auch so. Irgendwann habe ich mich dann sogar gewundert, wie viel Zeit schon vergangen war, ohne das ich irgendwelche Ambitionen hatte ein Foto zu machen oder überhaupt darüber nachgedacht habe zu fotografieren.
Und dann bin ich, der tiefstehenden Sonne wegen, noch an einem Platz vorbeigegangen, den ich letztens schon mal besucht habe. Da musste ich dann doch noch ein Foto machen. Ich denke, da werde ich dann demnächst mal in der frühen Dämmerung sein. Einfach ein spannender Fleck Erde. Vielleicht auch was für einen der nächsten Videomittwoche?
Hier ein düsteres Foto:





2. Juni 2021 um 14:43
“…weil ich heute Morgen mal wieder was gemacht habe, was ich an sich ja nicht mache und (nicht nur) mir immer wieder sage, dass man das auch einfach nicht machen sollte. Niemals. Nie: Fotografieren gehen ohne zu wissen was, wo genau und wie es vor Ort wirklich aussieht…”
Hi Felix,
da muß ich doch gleich mal beichten, daß ich das überwiegend so mache. Ich gehe gerne in die Natur ohne den Druck, ein gutes Foto machen zu müssen. So bin ich offen für das, was sich entdecken läßt und viele meiner Fotos, die mir auch noch nach Jahren gefallen, sind gerade auf diesem Weg entstanden. Das Erleben ist für mich sehr wichtig und wenn mal keine besondere Ausbeute dabei ist, dann ist das auch nicht schlimm. Sollte ich in meinen ortsnahen Revieren einen “hot spot” entdeckt haben, dann suche ich diesen ggf. auch noch mal bei anderen Bedingungen auf. Ich würde allerdings niemals durch die halbe Republik reisen, um einen spot zu jagen, der ohnehin schon totfotografiert ist.
Bin gespannt, ob dem schönen und gänzlich ungeplanten Foto noch ein Video folgt, die location sieht jedenfalls vielversprechend aus.
Viele Grüße
Cornelia
2. Juni 2021 um 15:38
Huhu Felix,
in der Regel hast du natürlich recht.
Aber manchmal lohnt es sich trotzdem, einfach mal zum Fotografieren loszufahren, ohne dass man Ortskenntnis und einen Plan hat, was man Fotografieren möchte und dann einfach alles auf sich zukommen lässt.
So finde ich auch dein Foto sehr gelungen, wenn ich auch den dicken schwarzen Rahmen irgendwie nicht so reizend finde, der mir drumherum angezeigt wird. :-)
LG Frauke
2. Juni 2021 um 15:42
@Cornelia:
Hey,
welch schlimme Beichte! ;)
Ich sollte das auch viel öfter machen. Ist manchmal auch einfach befreiend glaub ich. Weniger Druck und Stress, mehr Spaß und Freude an der Sache?
Muss ich echt mal wieder öfter probieren. Früher habe ich das auch viel öfter gemacht auf die Art und wenn ich so zurückdenke: Spaß gemacht hat es immer.
Was das mit dem Besuch totfotografierter Spots geht, da geht’s mir wie dir. Ist ja vor allem nervig, dass es auch dort Leute gibt, die direkt nebenan wohnen und einfach viel öfter und vor allem bei perfekten Bedingungen hinkönnen…
Spoiler: Das Video heute habe ich am gleichen Ort gemacht, sogar das gleiche Motiv wieder fotografiert. Dachte ich probiere es noch etwas früher als bei dem hier. Und die Bildbearbeitung gibt’s direkt dazu.
Viele Grüße,
Felix
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@Frauke:
Hallo auch dir!
Wah! Wie kannst du das nur dicken schwarzen Rahmen nennen, dass ist doch eine Hintergrundabgrenzung! Ah, das habe ich schon ewig nicht mehr geschrieben, da kommen Gedanken an gute alte Zeiten bei mir hoch. ;)
Aber ja, versteh ich. An sich könnte ich die Rahm… äh die Hintergrundabgrenzungen hier auch mal komplett abschaffen und statt dessen einfach die Fotos bissl größer machen. Mal drüber nachdenken!
Viele Grüße,
Felix
3. Juni 2021 um 13:18
Hintergrundabgrenzung … soso *ggg*
Die übliche weiße, die du sonst benutzt, mag ich. :-)
LG Frauke
3. Juni 2021 um 18:44
Hey,
hmm… Das überfordert mich jetzt in meiner Hintergrundabgrenzungsgestaltung. ;)
Viele Grüße,
Felix