Erschöpfung
Weil es hier gerade recht still ist – viel zu still, wenn man bedenkt wie laut die Natur da draußen gerade wieder wird – ist es mir ein Bedürfnis das kurz zu erklären und nicht nur einfach das “Erklärvideo” bei YouTube zu verlinken.
Manchmal bleibt einem einfach nichts mehr übrig, obwohl man sich nach Wahlmöglichkeiten sehnt. Dann geht es einfach nicht mehr. Der Punkt ist jetzt leider erreicht. Ich hatte noch die Hoffnung, dass Sonne und Wärme im Frühling gegen die Erschöpfung arbeiten.
Aber am Ende stirbt sie dann manchmal trotzdem, die Hoffnung. Nicht, weil sie muss, sondern man irgendwann aufhört sich selbst zu belügen.
Nun denn, zumindest eine Sache kann ich mir nicht vorwerfen. Nämlich nicht alles zu tun, um diesem schwarzen Loch der Bedeutungslosigkeit wieder zu entkommen.
Theoretisch könnte man so eine Episode ja auch kreativ verwursteln. Eine Absichtserklärung dazu würde ich direkt unterschreiben.
Wenn die Energie dafür wieder da ist, geht’s zumindest hier im Blog weiter. Vielleicht bald. Wer weiß. Düstere Fotos in Schwarzweiß haben schließlich auch was. Und vor allem sind sie gerade ehrlicher.


9. April 2025 um 16:47
Hallo Felix,
Manchmal muß man halt akzeptieren, daß sein Geist und Körper Ruhe benötigt um sich zu erholen. Ich finde das auch immer schwierig zu akzeptieren. Aber ändern lässt sich das nur sehr selten (oder gar nicht?).
Ich wünsche eine gute und vielleicht sogar inspierende Zeit der Erholung.
Viele Grüße aus Kalifornien,
Stefan Bäurle
9. April 2025 um 16:56
Hallo Felix,
Erschöpfung, “schwarzes Loch der Bedeutungslosigkeit”, oh weh, das klingt nicht gut!
Ich wünsche Dir viel Kraft und (neue) Energie, und hoffe, Du hast Unterstützung auf Deinem Weg zurück ans Licht. Lass und nimm Dir so viel Zeit wie Du eben brauchst und hab keine Scheu, Dir Hilfe zu holen. Vielleicht tut es ja ein bisschen gut zu wissen, dass für andere Deine Bilder und Videos keineswegs bedeutungslos sind…
Viele Grüße und alles Gute,
Bettina
9. April 2025 um 21:22
Hallo Felix,
den Punkt kenne ich leider. Sich einzugestehen, dass es nicht mehr geht, ist schwer, aber wichtig. Wichtig ist nicht, wer irgendetwas erwartet oder erwarten könnte. Wichtig ist, wie es Dir geht. Nimm Dir alle Zeit, die Du brauchst und fang wieder an, wenn Du Dir sicher bist, dass Du es willst. Bis denne und alles Gute!
Marcus
10. April 2025 um 07:44
Hey,
danke euch!
Leider ist es so, dass es nicht “nur” ums Fotografieren oder YouTube Videos geht. Ist deutlich existenzieller.
Wenn man’s positiv sehen will, hat das aber ja auch irgendwie den Vorteil, dass die Hoffnung besteht, dass sowohl das Fotografieren als auch der gesamte Rest wieder zu dem wird, was es sein könnte, wenn die Grundproblematik mal in den Griff bekommen ist. Und dazu gibt’s zum Glück Therapien und (seit gestern) nette Pillen…
Viele Grüße,
Felix
10. April 2025 um 08:50
Hallo Felix,
ich denke, das wurde schon deutlich, dass die Düsternis beim Fotografieren nur eine Metapher oder ein Symptom ist und es um viel mehr geht. Aber vielleicht kann das Fotografieren tatsächlich irgendwann (wieder) zu einem Teil der Therapie werden und den Weg zum Licht weisen. Das ist nämlich immer noch irgendwo da draußen, auch wenn man es gerade nicht sehen kann. Ich wünsche Dir sehr, dass die Maßnahmen bald helfen!
Nochmals alles Gute,
Bettina
10. April 2025 um 12:17
Hi Felix,
der erste Weg in die richtige Richtung ist getan, denn das ist das Erkennen und Annehmen der Situation. Auch wenn das mega schwer fällt. Gerade am Anfang.
Aber ich verspreche dir, es wird besser. Die Zeit und viele Gedanken zu seinem selbst und Erkenntnisse daraus ziehen, werden es richten.
Nimm dir alle Zeit der Welt und mach Dinge, die dir gut tun. Vor allem immer vor der Hintergrund “alles darf, aber nichts muss !”
Tschakka … ich bin aus dem Loch vor 3 Jahren auch wieder raus gekommen, auch wenn es gedauert hat und nicht leicht war.
Du schaffst das ! Fühl dich gedrückt.
LG Frauke
10. April 2025 um 19:42
Lieber Felix,
ich werde dich und deine Beiträge vermissen. Auch, wenn ich nicht immer hier kommentiert habe, weil ich derzeit viel um die Ohren habe – du weißt, der Umzug – … mein Däumchen hattest du immer und wirst du auch immer bekommen. Nur bei diesem Beitrag nicht, weil es mir unendlich leid tut!
Wir alle brauchen mal eine Auszeit. Auch ich kenne dieses “Loch” und bin da rausgekommen. Ich schicke dir ganz viele positive Gedanken.
Fühle dich auch von mir gedrückt.
Alles Liebe und Gute für dich!
Viele Grüße
Britta
11. April 2025 um 09:50
Hey,
@Bettina:
Das mit dem Fotografieren geht sicher schnell wieder. Ich geht’s einfach ganz locker an. Aber die ersten Orchideen blühen, das macht bestimmt irgendwas mit mir. Hab vor das die Tage einfach mal zu probieren, ganz zwanglos. Wird zwar sicher keine Wunderheilung, aber vielleicht zumindest ein kleiner Lichtblick.
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@Frauke:
Vielen Dank! Und ja, ich hoffe es einfach. Das praktische an Löchern ist ja, dass man irgendwann am Boden ankommt, sonst wären es keine Löcher, sondern Tunnel oder irgendwas in der Art. ;)
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@Britta:
Keine Sorge. Ich habe nicht vor nichts mehr zu machen. Auf keinen Fall. Nur beim YouTube Kanal wollte ich mal den Druck rausnehmen. So viel Spaß es auch macht diese Videos zu machen, ich habe gemerkt, dass es einfach nicht mehr geht aktuell.
Erstens weil sich der Stress was machen zu wollen (nicht mal müssen, so hat es sich gar nicht angefühlt) dann doch negativ auf die sowieso schon lädierte Psyche ausgewirkt hat und zweitens, weil ich mir einfach schwergetan habe irgendwie zumindest nicht total scheiße drauf zu wirken (das ist im Podcast z.B. einfacher). ;)
Ist sogar gut möglich, dass ich die kommenden Tage/Wochen einfach nutze um immer wieder mal Szenen für ein Orchideenvideo zu drehen, das ich dann irgendwann im Mai bringe.
Vielen Dank auch dir! :)
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Viele Grüße,
Felix
11. April 2025 um 12:10
Hallo Felix,
war Gestern Abend, als ich Dein aktuelles Video geschaut habe erstmal leicht “geschockt”. Bei Dir kommt im Video immer alles so routiniert, perfekt rüber – da vergisst man oft, das der Mensch dahinter eben auch Probleme haben kann.
Kenne diese Phase auch – wenngleich jeder Mensch anders ist – bei nem sehr lieben Angehörigen, als auch bei mir selbst.
Es ist langwierig, aber Du wirst das packen, drück Dir beide Daumen dafür.
Und wenn´s Dir besser geht – kommst Du einfach mit Deinen Youtube Videos zurück – musst Du, bist nämlich nur einer von drei Fotografen (neben Nigel Danson und Thomas Heaton) die ich abonniert habe und somit regelmäßig schaue.
Alles Gute
Oliver
13. April 2025 um 09:55
Hey Oliver,
ja, man kann sich bis zu einem gewissen Grad in dieser nicht wirklich realen YouTube-Welt ganz gut verstellen.
Und nochmal ja, also ich komme dann als Felix 2.0 zurück. Wäre zumindest mein Plan aktuell. Aber wie das mit Plänen halt so ist, man weiß nie ob sie sich wirklich umsetzen lassen. Hab’s aber fest vor.
Danke dir und viele Grüße,
Felix
21. April 2025 um 20:31
Hallo Felix,
ich schaue mit Begeisterung deine Videos, stöber gerne in deine Blog und freue mich über deinen Podcast. Auf der GDT habe ich dich als einen so sympathischen Menschen erleben dürfen. Du vermittelst Werte und inspirierst mich mit deiner Fotografie.
Ich wünsche dir, dass du dieses „Loch der Bedeutungslosigkeit“ irgendwann hinter dir lassen kannst. Nimm dir Zeit, denk auch mal an dich und mach das, was dir gut tut. Selbst der dichteste Nebel klart irgendwann wieder auf. Ich könnte mir bei dir sogar vorstellen, das du ihn in Edelnebel verwandeln kannst und mit vielen schönen Motiven in der Tasche aus dem Loch heraufsteigst. Bis dahin wünsche ich dir alles Gute.
LG
Sascha
22. April 2025 um 14:45
Hey Sascha,
vielen Dank für den netten Kommentar und das Lob! Ich würde ihn gerne in Edelnebel verwandeln, klingt mir jetzt bei Nebel an sich am sinnvollsten. Egal ob er in mir oder um mich rum ist. Mal sehen ob es klappt. :)
Viele Grüße,
Felix