Sommernebel im Wald
In Gedanken bin ich ja dieser Tage immer (naja, zum Teil) im Hutewald im besten Sonnenaufgangslicht mit etwas Nebel. War auch heute Morgen so. Der Wecker war gestellt. Das Wetter war bestellt. Aber naja…
… ich war dann halt doch im Siebengebirge. Dort gab’s nämlich Nebel. Ohne Sonne natürlich. Aber das hätte mich eh überfordert. Ist immer so stressig mit Sonne. Ohne ist es einfach Wellnessfotografie. Nichts verändert sich in paar Minuten oder gar Sekunden. Einfach richtig gemütliches Fotografieren im Wald.
Zuerst war ich in der Umgebung des Lohrbergs. Der Flechtenbaum. Dachte mir so, schau ich mal wie er sich so macht. Dabei ist mir aufgefallen, dass er genauso aussieht wie letztes Mal als ich zu der Jahreszeit bei Nebel dort war. Stellt sich die Frage, was müsste passieren, damit es irgendwie anders aussieht? Schnee hilft jedenfalls nicht, weil dann sieht man die Flechten nicht mehr… ;)
Hier das Foto:

Danach bin ich dann, weil ich bei einem Ausflug für eines der letzten Videos bemerkt habe, dass Nebel im Wald kurz unter dem Gipfel des Petersbergs gar nicht so falsch wäre, einfach noch dort vorbeispaziert.
Die Entscheidung war durchaus nicht falsch. Es gab Nebel, es gab viel grünes Gestrüpp, Efeu und Bäume! So bisschen fehlt vielleicht das Licht, aber das wäre dort morgens jetzt eh nicht so der Knaller: Falsche Richtung.
Aber der Wald ist faszinierend. Keine Ahnung wieso ich das so spannend finde. Aber dieser viele Unterwuchs, das wirkt einfach so archaisch:



Und jetzt hoffe ich wieder auf Sonne und Nebel im Hutewald… ;)




11. Juli 2021 um 11:13
Hi Felix,
ich kann deinen Hang zum Siebengebirgswald nachvollziehen.
Er wirkt einfach urtümlich und im Nebel mystisch dazu. :-)
Ich war gestern in der Urdenbacher Kämpe bei Düsseldorf. Ich weiß ja nicht, ob du so weit für ein Motiv fahren würdest, aber da ist viel schöner Auwald. Da findest du bestimmt auch ein paar sehr schöne Motive.
Hab einen schönen Sonntag.
VG Frauke
11. Juli 2021 um 14:22
Hey Frauke,
Und es liegt in der Nähe, ein nicht zu verachtender Vorteil. Würde die Fähre früh morgens schon fahren, wäre es glatt was fürs Fahrrad. =)
Urdenbacher Kämpe? Habe ich schonmal irgendwo aufgeschnappt. Aber jetzt wo ich geschaut habe wie weit es weg ist… Zu weit für spontan eigentlich, zumindest was mein normales Fotoverhalten betrifft. Aber mal sehen. In der Entfernung wäre zuerst noch anderes Zeug dran… ;)
Viele Grüße und auch dir einen schönen Sonntag,
Felix
11. Juli 2021 um 15:49
Hi Felix,
diese Ausbeute begeistert mich wieder sehr. Die Fotos 2-4 sind sich ähnlich und dennoch jedes mit einem ganz eigenen Ausdruck – eine absolut gelungene und in sich stimmige Serie. Dazu tragen auch die kühle Ausarbeitung und zurückhaltende Sättigung bei. Mehr Licht fehlt mir hier definitiv nicht.
Das Springkraut ist für Fotografierende zur Zeit ein höchst willkommener Erdgeschoß-Waldbewohner. Nicht nur die attraktive Struktur, sondern auch der dichte und hohe Wuchs verdecken den oft sehr chaotischen Boden. Da kann man sich nervige “Aufräumarbeiten” ersparen.
Beim ersten Foto kommt für mich der Flechtenbaum nicht so zur Geltung, falls das überhaupt Deine Intention war, nachdem er ja aussah wie beim letzten Mal ;), weil mein Blick immer wieder zu den grazilen Laubästen in der Bildmitte und rechts abwandert. Da gefällt mir die Version vom 20. Oktober und die damals gewählte Perspektive etwas besser.
Von mir aus kann es dieses Jahr noch mehr Sommernebel geben, bisher hatte ich erst einmal diese genialen Bedingungen.
Viele Grüße
Cornelia
11. Juli 2021 um 16:05
Hey Cornelia,
ja, die Kühle, das war auch das, was mir irgendwie gefallen hat. Muss eine ziemlich dicke (was die vertikale Ausdehnung betrifft) Suppe gewesen sein. Finde ich immer wieder spannend wie gut das im Siebengebirge funktioniert. Ich weiß gar nicht ob man es direkt sieht, aber die Fotos sind alle im Umkreis von fünf Meter gemacht. Immerhin musste ich ein gutes Stück den Berg raufgehen, sonst wäre das echt faul gewesen. ;)
Was den Flechtenbaum betrifft: Ja. Ich habe da noch paar Aufnahmen gemacht, in denen der Baum deutlich dominanter im Foto ist, aber irgendwie hat immer irgendwas nicht gepasst. Das wird noch interessant mit dem Baum. Irgendwann habe ich sicher das Foto von ihm, mit dem ich richtig zufrieden bin. Die Oktoberversion gefällt mir auch besser.
Heute Morgen gab’s wieder Nebel, aber erst recht weit oben. Habe ich mir dann gespart… Morgen dann wieder, aber hoffentlich nur bodennah. Mit dem Wetter habe ich hier, rein was den Nebel betrifft, eindeutig Glück hier dieses Jahr. Ich drücke die Daumen, dass das bei dir auch mal (wieder) passiert.
Viele Grüße,
Felix