Letztens war ich früh morgens auf einer kleinen Odyssee durch mehr oder weniger unbekanntes Terrain. Um 3:30 aufgestanden, eine ganze Weile gefahren und dann war die Hoffnung auf Nebel auch direkt wieder gestorben… ;)
Dabei wäre das dort wirklich edel gewesen. Könnte jetzt natürlich schreiben, dass es das auch so war. Weil wenn man wo unterwegs ist, wo man sich noch nicht auskennt, ist’s ja schließlich manchmal auch gar nicht so wirklich schlimm, wenn man einfach mal nur die Umgebung für sich entdeckt. Aber mal ehrlich: So ein Quark! Alles ist besser mit Nebel. Ich habe dann trotzdem probiert es auch ohne Nebel gut zu finden. Als ich die Kamera am Stativ in der Hand als Hantel angesehen habe und nicht mehr als Kamera, die vergeblich darauf wartet endlich ein Foto machen zu dürfen, hat es dann auch irgendwann geklappt…
Nach fast 15.000 Schritten kam dann aber kurz vor Ende meiner Runde doch noch der Moment, an dem die Kamera ein Foto machen durfte musste. Keines, das annähernd in die Richtung geht, wie ich mir es vorgestellt hätte. Eher ein “Notizfoto”. Damit ich nicht vergesse, was ich da mal machen will. Weil so ein markanter Baum umgeben von lebendigen Fichten mit schönem Unterwuchs, das hat schon was. Danach habe ich schon oft Ausschau gehalten:

Fehlen halt nur noch die sinnvollen Bedingungen. Ob Nebel alleine das Mittel der Wahl ist? Könnte ein ziemlicher Irrglaube sein. Aber schlechter machen wird er’s auch nicht. Von daher: Ich werde wieder dort vorbeischauen. Müsste ja die kommenden Wochen irgendwann mal schön suppigen Nebel geben.
PS.: Echt ein fotografisch komischer Sommer dieses Jahr.

