TAG: ‘INSEKT’

BODENFROST UND 1°C

Montag, September 6th, 2010

Eine windstille und klare Nacht und schon klappt es auch ganz am Anfang des (meteorologischen) Herbstes mit dem Bodenfrost. Zwar noch nicht sehr ausgeprägt, aber ein paar freie Flächen in der Oberen Lobau hatten heute morgen den ersten (ich nehm einfach mal an, dass es vorher keinen gab) Reif seit langer Zeit. Auch etwas weiter vom Boden entfernt war es durchaus kalt: In ca. 1 Meter Höhe teilweise immerhin gerade mal 1°C. Nicht übel für Anfang September.



Ebenfalls interessant war die Menge an Libellen die ich heute morgen gefunden habe. Entweder hat sich mein Blick für taubenetzte Libellen etwas verbessert (glaub ich fast nicht) oder es saßen einfach heute Morgen mehr Libellen in Kältestarre auf den Wiesen rum. Teilweise spiel(t)en sich da auch richtige Dramen ab. Zuerst aber eine noch lebende Libelle, die, im Gegensatz zu allen anderen, an einem einigermaßen fotogenen Ansitz saß.



Nicht weit weg davon gab es eine Szene mit Wespenspinne und einer toten Libelle. Des einen Freud, des anderen Leid…





Und gelben Tau in Spinnennetzen sieht man auch nicht alle Tage, dürften wohl Pollen gewesen sein.



Komischerweise hatte ich heute morgen gar keinen Blick für gescheite Landschaftsfotos. Wenn das Wetter mitspielt, hoffe ich ja, dass das dafür morgen klappt…

ENDLICH WIEDER IN DER LOBAU

Donnerstag, August 5th, 2010

Heute morgen hat es endlich mal wieder mit einem Sonnenaufgangsausflug in die Lobau geklappt. Heute morgen hat man schon gemerkt, dass die wärmste Zeit des Jahres (zum Glück ;) ) inzwischen wieder vorbei ist. Ich hatte zwar leider keinen Thermometer dabei, aber es würde mich nicht wundern, wenn die Temperaturen dort schon einstellig gewesen sind. Nebel gab es auch genug. Außerdem hat die Goldrutenzeit begonnen. An manchen Stellen stehen sie schon in voller Blüte, an anderen dauert es noch etwas.



Die Massen an Wespenspinnen sind immernoch da. Dank Tau und Gegenlicht kann man sie, in ihren Netzen sitzend, kaum übersehen. Auch sonst waren viele Tiere zu entdecken. Noch vor Kälte erststarrte Bläulinge direkt hinter Wespenspinnennetzen (leider nicht zu fotografierbar), kleine Spinnen vor großen Spinnen, Libellen etc. Das angenehmste an der Sache war allerdings, dass die Gelsen bei weitem nicht mehr in Massen auftreten. Es geht wieder ohne Schutz.



Wenn ich mir die Wetteraussichten so anschaue, glaube ich fast, dass der nächste Fotobericht hier aus den Alpen kommen wird…

NEBELMORGEN VOR HITZETAG

Mittwoch, Juni 30th, 2010

Heute hat dann auch der Wind mitgespielt, also einfach nicht geweht. So stand einem vernebelten Sonnenaufgang nichts mehr im Weg. Ein Hoch auf das bisher eher feuchte Jahr, da hat’s eindeutig noch genug Potential für Frühnebel.



Das beste Erlebnis des Morgens war allerdings nicht der Nebel. Auch nicht die vielen Gelsen, die mir dank Moskitohut und Handschuhen nichts anhaben konnten. Sondern eine Bande von Wildschweinen: Drei erwachsene Säue gefolgt von neun Jungtieren sind an mir vorbeigerast, als ich gerade nach Orchideen geschaut habe. Fotografieren konnte ich sie allerdings nicht, dazu waren sie doch zu schnell bzw. ich zu langsam. Als Wildsaufotoersatz dann halt zwei Insektenfotos…



Die Sumpfstendelwurzen blühen inzwischen recht verbreitet. Deshalb wie angedroht ein Detailfoto einer der Blüten. Unter den vielen Stendelwurzarten ist diese für mich eindeutig die schönste.



Und jetzt wird’s dann zum ersten Mal seit langem wieder heiß in der Lobau…

VON DER UNMÖGLICHKEIT…

Freitag, Juni 4th, 2010

… keine Orchideen zu finden.

Die Gegend ist schon faszinierend was Orchideen betrifft. Vorausgesetzt man hält die Augen offen und weiß bei welchen Pflanzen es sich um Orchideen handelt, ist es hier wohl wirklich annähernd unmöglich auf einer Wanderung oder auch nur einem etwas umfangreicheren Spaziergang keine Orchideen zu finden.

Auch heute bei der Wanderung auf den Arfuyen (könnte man vielleicht als einen der Hausberge oder eher Haushügel von Malaucène bezeichnen) konnte man sie nicht übersehen. Zumindest Violetter Dingel und Bocksriemenzunge zeigen sich momentan häufig, was vielleicht auch an deren Auffälligkeit liegen könnte. Aber auch Pyramidenorchis und Schnepfen-Ragwurz sind immer wieder zu finden.



PS.: Inzwischen ist es hier mit dem Wegfallen des Windes wieder richtig warm, sogar fast heiß geworden. Die 30°C sind nicht fern gewesen oder sogar gefallen?

ZWISCHEN DEM VERCORS UND DEN BARONNIES

Sonntag, Mai 23rd, 2010

Gestern ging es dann also los in Richtung Süden. Mehr oder weniger unbelästigt durch Stau – wahrscheinlich auch wegen der eher ungewöhnlichen Routenplanung – hat sich das erste Ziel, der Col de Menée gleich als richtig spannend herausgestellt: Viele Orchideen (vor allem Hollunderknabenkraut), mit ein paar Höhenmetern Aufstieg ein recht ordentlicher Blick zur Ostabdachung des Vercors inklusive Mont Aiguille und dazu noch klasse Wetter.



Google Maps Karte zum Tag:

Nach dem Sonnenaufgang in der Umgebung des Col de Menée war das Tagesziel dann eigentlich nur noch einen möglichst interessanten Weg zum endgültigen Ziel, Malaucène (am Fuß des Mont Ventoux, auf dem übrigens noch Schneefelder rumliegen), zu finden. Und das gestaltete sich mangels wirklich schlechter Routen, abgesehen vom üblichen Schnellstraßenweg, als wirklich schwierig. So ging’s dann über einige der schönen Pässe und durch einige der hübschen Schluchten ein paar Stunden gemütlich und mit viel Landschaftsschauerei (und Orchideensucherei) voran.



Morgen ist das Ziel dann die Crêtes du Saint Amand in den Dentelles de Montmirail. Orchideen sollte es da an sich genug geben.

PS.: Sorry wegen den Nur-Vorschaubildern. Aber mangels Möglichkeit zum richtigen Bildbearbeiten wird das in gescheiter Auflösung einfach nachgeliefert.