TAG: ‘TIERE’

Videomittwoch: Ein Pilz mit ISO 51200 und weiteres Zeug

Mittwoch, August 7th, 2024

All zu viele Neues gibt’s dieses Mal nicht unbedingt zu sehen. Wer den Blog hier regelmäßig liest, wird sowohl die Fotos aus dem nebligen Birkenwald, als auch den Waldkauz schon kennen. Aber naja, so ist das halt manchmal. Muss ja nicht immer alles bis zum nächsten Video zurückhalten… ;)

Weil ich aber weder im nebligen Birkenwald, noch beim Waldkauz irgendwie wirklich filmen wollte und was Eulen betrifft sowieso noch die ein oder andere alte Szene hatte, dachte ich mir, dass an sich ja nur noch ein Rahmen fehlt um das alles irgendwie sinnvoll in ein Video zu bringen. Den Rahmen bildet jetzt das Making-of des einzigen Fotos, das es hier im Blog noch nicht zu sehen gab: Mein erster Pilz der Pilzsaison 2024!

Passend zum eher zerrupften Pilz habe ich das Foto mit ISO 51200 und in SW gemacht. Fand’s ganz passend. Irgendwie.

Viel Spaß mit dem Video!

Naturfotografie: WALDKAUZ bei Sonnenaufgang | BIRKENWALD im Nebel | PILZ mit ISO 51200

Und hier das Pilzfoto:



Ich muss das endlich mal bei besseren Bedingungen probieren und vielleicht sogar mal bei Nebel im Birkenwald. Das könnte in SW mit viel Bildrauschen an sich auch immer gut wirken. Muss nur endlich mal dran denken… ;)

Videomittwoch: Eine Runde durch den Lieblingswald

Freitag, Juni 7th, 2024

Lange war ich nicht mehr dort, deshalb ging jetzt mein erster “richtiger” – zumindest theoretisch – fotografischer Ausflug seit dem Urlaub an der Ostsee in Richtung Birkenwald. Verbunden mit der Hoffnung, dass es vielleicht direkt richtig netten Nebel gibt, wollte ich vor allem wissen, was die Vegetation so macht. Speziell natürlich das Farn.

Den erhofften Nebel gab’s leider nur sehr sporadisch, da waren dieses Mal sogar die Hirsche in größerer Dichte vorhanden. Aber zumindest weiß ich jetzt, dass man aktuell noch ohne Trittleiter und Riesenstativ über den Farn fotografieren kann. Ist ja auch was wert.

Das mit dem Nebel kommt dann hoffentlich ein anderes Mal. Zumindest wenn das Wetter so weitermacht, wie es sich seit Monaten zeigt. Wird ja jetzt nicht direkt den Wechsel zu Dürre geben…

Viel Spaß mit dem Video!

Naturfotografie: Eine Runde durch den LIEBLINGSWALD | Fotos von der OSTSEE | Panasonic S5 II

Ein paar Fotos gibt’s natürlich auch.









Zurück von der Ostsee

Donnerstag, Mai 30th, 2024

Da bin ich wieder und ich bin ja überrascht, dass sich hier noch nicht spontan ein Regenwald der gemäßigten Breiten gebildet hat. Aber das ist ein anderes Thema. Also ich bin zurück. War ein paar Tage an der Ostsee bzw. an den Boddengewässern rund um den Darß. Das ist nun eindeutig nicht die schlechteste Umgebung für Naturfotografie, allerdings hatte ich keinen echten Plan was ich denn fotografieren will. Die Idee war: Einfach mal schauen und Urlaub machen…

Gleich am ersten Abend gab’s einen netten Gewitteraufzug überm Boddengewässer. Ein gern gesehenes Motiv. Sehe ich hier in Bonn sowieso viel zu selten. Was vor allem daran liegt, dass sich mein Interesse Gewitter zu fotografieren antiproportional zur Menge an störenden Zivilisationsspuren entwickelt. Und weil hübsche Gewitterwolken meistens recht viel Weitwinkel brauchen… Nun ja!



Ab jetzt gibt’s hier keine chronologische Ordnung mehr, sondern pures Chaos. Habe sowieso den Überblick verloren was ich wann gemacht und fotografiert habe. ;)

An einem Morgen, ich glaub es war ein Morgen, an dem ich dachte, dass ich es mal bei Sonnenaufgang – der ist übrigens echt früh dort oben rechts auf der Karte – mit dem Wald probiere (zum Wald dann später hier im Beitrag mehr) und vor Ort dann entschieden habe, dass das nicht funktionieren wird und bei den Bedingungen auch niemals funktionieren kann, bin ich dann weiter Richtung Meer geradelt.

Während ich dann dort so den Hirschen beim Rumhirschen zugeschaut habe (auch dazu später mehr) und meinen Blick immer mal wieder über die Landschaft habe schweifen lassen, ist mir dieser nette Fuchs aufgefallen, der in der Ferne im Gegenlicht über eine Sandbank spaziert ist. Hat wohl nach essbarem gesucht. Irgendwelche angeschwemmten Dinge. Eine Szene genau nach meinem Geschmack.



Etwas früher am selben Morgen und als ich genau dasselbe gemacht habe, nämlich schauen was sich so tut abseits der Hirsche, hat mir auch diese Szene hier sehr gut gefallen. Nette Nebelschwaden über der Landschaft, cooles Licht, nette Bäume, ein Graureiher – der in die falsche Richtung spaziert – und überhaupt, genau meine Stimmung.



Und damit jetzt eine kurze Runde in den Wald. Ohne Wald geht’s einfach nicht. Vor allem dann, wenn der Wald so edel ist wie dort am Darß. Es geht doch – abgesehen natürlich von Birkenwäldern – einfach nichts über Erlenbruchwälder.

Das ist schon einfach faszinierend. Nicht nur weil die Anzahl an Stechmücken um dieses Jahreszeit einfach nur abartig ist, sondern vor allem deshalb, weil so ein Wald so richtig ursprünglich und wild wirkt. Fotografisch war’s allerdings ein bisschen der Endgegner. Wobei welcher Wald ist das nicht, wenn es keinen Nebel hat? Und den hatte ich leider nicht. Dabei bestanden sogar Chancen. Die Voraussetzungen hätten eindeutig schlechter sein können. Gab aber einfach keinen Nebel wo ich ihn gebraucht hätte. Ich hab’s trotzdem probiert und ein paar Fotos gemacht, die zumindest für den Blog dann doch gut genug sind. ;)







Ach ja, und weil der Kiefernwald teilweise auch ganz hübsch war und obwohl der Kiefernwald auch von Nebel und vor allem von Licht profitiert hätte, habe ich auch den dann nicht einfach links liegen lassen können.



Und damit wieder zum Meer! Zum Baden war’s noch nicht so richtig geeignet, aber fotografisch lässt sich bei Sonnenuntergang ja immer was machen. Vor allem wenn man sich auf Details konzentriert und/oder mit etwas längeren Belichtungszeiten rumspielt. Farblich auf jeden Fall sehr interessant. Sieht zwar alles recht ähnlich aus, aber was das betrifft, bin ich ja dank Birkenwaldsucht sowieso geübt. Also Meer!











Die Hirsche wurden ja schon erwähnt. Der Darß ist ja vor allem im Herbst richtiggehend überrannt von mehr oder weniger ambitionierten und motivierten Fotografen auf der Suche nach dem röhrenden Hirsch im Nebel bei Sonnenaufgang und so. Im Frühling hat’s die Hirsche natürlich auch.

Ich bin mir nicht so sicher ob ich ein kompletter Banause bin, aber ein Hirsch ohne Geweih ist einfach nicht so cool wie einer mit Geweih. Der Vergleich passt vielleicht nicht ganz, aber so ein bisschen ist das wie eine blühende vs. eine nicht blühende Orchidee. Vielleicht nicht ganz, aber fast.

Wenn man halt weiß, dass da theoretisch jetzt auch Fotos mit Geweihträgern entstehen könnten (also später im Jahr), dann wirkt es geweihlos einfach ein bisschen halb. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem und es ist auf jeden Fall ein Erlebnis.







Steine kann man übrigens auch fotografieren am Strand. Das macht auch Spaß. Da sucht man sich einfach einen dunklen Stein am Ufer, dort wo das Meer gerade noch Wellen hinwirft und wartet im Sonnenuntergang darauf, dass das letzte Licht und die Wellen in Kombination irgendwelche Dinge machen.



Als ob das mit den Hirschen jetzt nicht schon genug Wildlife gewesen wäre für meine Verhältnisse, kommen jetzt noch die ersten Vögel dazu. Schwalben sind doch einfach fotogene und dankbare Motive. Vor allem wenn sie sich so einfach fotografieren lassen, dass man sie wirklich im Detail erkennt. Und sie schauen auch so nett.





Nicht ganz so nett finde ich ja meistens Wildschweine. Vielleicht wäre es genauer zu schreiben: Nicht so ganz nett fand ich ja meistens Wildschweine. Seit dem Umzug von Marburg a. d. Lahn nach Bonn hat sich das ja so ein bisschen geändert. Die Aggroschweine damals in Marburg sind mir hier in Bonn noch nicht begegnet. Im Gegenteil, die waren immer recht sympathisch hier bei den doch eher seltenen Begegnungen.

Am Darß scheinen die Schweine auch von der gemütlichen Sorte zu sein. Hatte die ganze Zeit keine einzige ungute Begegnung, dabei hätte es mehr als genug Gelegenheiten gegeben. Gelegenheiten sie zu fotografieren gab es allerdings nicht so viele. Wildschweinfotografie ist aber auch jetzt nicht unbedingt eine Sache, die ich in meiner Zeit dort oben an der Ostsee irgendwie forciert hätte. Ein Foto habe ich trotzdem machen können. Inklusive “Oh-sind-die-süß”-Frischlingen.



Das ich Kiefern auch mag, hat man ja vermutlich schon gemerkt hier im Blog. Diese Gruppe fand ich auch ganz hübsch. So hübsch, dass ich sie auch ohne Licht fotografieren musste. Wäre sicher auch mal ein Motiv für bessere Bedingungen. Wie so vieles dort in der Gegend.



Das eigentliche Highlight der Tage an der Ostsee waren für mich weder Wälder, noch Hirsche, noch das Meer. Vögel waren es! Ich habe diese netten Sandregenpfeifer ja letztes Jahr auf Texel schon fotografieren dürfen. Dieses Jahr hat’s wieder geklappt! Der hier ist allerdings erstmal kein Sandregenpfeifer, sondern ein Flussregenpfeifer.



Noch spannender als der Flussregenpfeifer waren dann tatsächlich diese beiden Sandregenpfeifer am letzten Abend bei Sonnenuntergang. Das war einfach nur nett zu beobachten wie die beiden fleißig dabei waren frischen Nachwuchs zu produzieren. Ich war so fasziniert von dem ganzen Geschehen, dass ich sogar irgendwann wohl einfach nicht mehr daran gedacht habe mein Supertelezoom voll bis zum Anschlag auszunutzen. Faszinierend! Bester Abend seit Langem!









Eine nette Zeit war’s. Dafür, dass ich mehr oder weniger planlos unterwegs war und die Pläne immer erst recht spontan entstanden sind, bin ich eindeutig glücklich mit dem Erlebten und den Fotos. Wobei gerade mit dem Wald, da geht sicher noch mehr. Wenn die Gegend nicht gar so weit entfernt wäre, wüsste ich was ich demnächst wieder machen würde… ;)

Jetzt bin ich allerdings erstmal gespannt was sich hier so getan hat in der Natur. Wie riesig das Farn im Birkenwald inzwischen wohl ist? Ob die Roten Waldvöglein kooperativ sind? Mache ich dieses Jahr vielleicht endlich ein nettes Foto einer Breitblättrigen Stendelwurz? Mal sehen…

Eintagsfliege und ein Suchspiel

Montag, April 29th, 2024

Eigentlich wollte ich heute nur mal schauen, was der Wasserstand und die Vegetation in den Bereichen mit Bruchwald in der Wahner Heide so machen. Da habe ich vor einer Ewigkeit mal ein Foto gemacht, das mir ziemlich gut gefällt.

Dachte mir allerdings, dass in der Gegend vielleicht auch was geht, wenn dann mal die Sumpfschwertlilien blühen. Was das betrifft, bin ich mir jetzt zwar nicht mehr so ganz sicher ob das funktioniert, aber mal sehen… Vielleicht probiere ich es einfach wenn sie dann mal blühen. Wasser ist aktuell zumindest mehr als genug da.

Als ich da so rumspaziert bin, saß da diese Eintagsfliege an einer Sumpfschwertlilie rum. Da dachte ich mir so: Machst ja eh viel zu wenige Fotos mit Insekten. Und ja, ist echt schon ewig her, dass ich das letzte Mal ein Insekt fotografiert habe. Letztes Jahr kein einziges! Vorletztes Jahr immerhin eine Libelle! Und 2021 gab es sogar mal Schmetterlinge!

Von daher hat dieses Foto jetzt echt Seltenheitswert:



Weil ich dann eh schon auf der anderen Rheinseite war, habe ich dann noch einen kurzen Abstecher zu den Uhus gemacht. Wollte einfach wissen wie’s ihnen geht. Scheint alles in Ordnung zu sein, die Kälte hat ihnen wohl nicht geschadet. Hier ist ein Suchbild. Wie viele Uhus sind zu sehen? Klick mich an!

Mit dem 100er Makro

Freitag, Februar 2nd, 2024

Die Gelegenheit, dass die Sonne gerade mal kurz vom Himmel gestrahlt hat, musste ich direkt für eine kurze Runde in den Wald nutzen. Habe mir die Panasonic S5 II mit dem 100er Makro geschnappt um mal zu sehen ob mir irgendwas vor die Kamera läuft.

Es lief mir dann tatsächlich was vor die Kamera. Als ich da so an einem Birkenstamm nach Details für das ein oder andere Makrofoto gesucht habe, habe ich gemerkt, dass da irgendwas rumkrabbelt. Das war dann auch der Moment, wo ich mir dachte, dass ich vielleicht doch das Stativ hätte mitnehmen sollen… ;)

Naja, ich hab das mir unbekannte Insekt dann frei Hand fotografiert. Blende 16, um alles scharf genug zu kriegen und ISO 8000, um die Belichtungszeit kurz genug zu halten. Danach habe ich es dann noch zwei Blenden aufgehellt. Eher ungewohnt so ein Foto mit quasi ISO 32000 zu machen. Aber es hat eigentlich ganz gut funktioniert. Hier das Foto:



Der eigentliche Grund für den kurzen Ausflug war übrigens zu schauen ob inzwischen die ersten Schneeglöckchen “in der Natur” blühen. Dort wo ich geschaut habe noch nicht, aber kurz davor. Wird wohl nicht mehr lange dauern so warm wie es die kommenden Tage ist.

Grunz grunz…

Donnerstag, August 24th, 2023

Mein Verhältnis zu Wildschweinen hat sich seit meinem Umzug von Marburg nach Bonn eindeutig gebessert. Damals fand ich sie ja eher gruslig und sie kamen mir vor wie Schlägertypen, die auf eine Keilerei aus sind. Hier jetzt in Bonn bzw. um Bonn rum wirken sie deutlich sympathischer. Nicht so auf Stress aus. Wobei gestresst waren die gestern auch, allerdings wohl eher, weil sie eine Lichtung überqueren mussten und schnell wieder in Deckung wollten. Ich habe sie in dem Fall glaub ich gar nicht gestört. Fotografieren war eher Glückssache, aber weil ich meine Kamera mit Teleobjektiv gerade am Stativ hatte, habe ich es dann einfach probiert.

Dunkel war’s noch. ISO 1600 bei 1/10 Sekunde und f6.3. Habe dann einfach mitgezogen. Das Ergebnis? Naja. Bewegung ist drin… ;)



Sollte mal probieren irgendwann ein scharfes Wildschweinfoto zu produzieren. Wobei, hatte ich schon mal, aber das war mehr ein Versteckspiel.

Videomittwoch: Am Meer und dann doch wieder im Wald…

Mittwoch, April 26th, 2023

Im Video gibt’s heute im ersten Teil, abseits der Fotos, nicht all zu viel meines Urlaubs Fotoausflugs nach Texel zu sehen. Irgendwie sollte das mit dem Video einfach nicht sein. Da gab’s ein paar Hindernisse. ;)

Um die und meine erste Runde mit dem Sigma 105mm f1.4 im Wald geht’s im zweiten Teil des Videos. Viel Spaß!

Naturfotografie: Vom MEER bei TEXEL und dann doch wieder im WALD unterwegs | Sigma 105mm f1.4?

Das Foto aus dem Video, es ist schon wieder ein Buschwindröschen, darf hier jetzt natürlich auch nicht fehlen. Irgendwie ist es ja unfair, Buschwindröschen sind ja wirklich schöne Pflanzen, aber ich wäre lieber über andere – fotografierbare – Pflanzen gestolpert. Naja, hier das Bild:



Das könnte mit dem Sigma 105mm f1.4 jedenfalls Spaß machen. Durch den recht weiten Blickwinkel, sogar im Vergleich zum 135er, kriegt man mehr Umgebung mit drauf und dank Blende 1.4 kann man bei geeigneten Motiven die Umgebung schön unscharf, aber noch erkennbar gestalten.

Das Foto des Buschwindröschens wird dem glaub ich nicht ganz gerecht. Aber es zeigt mir zumindest, dass es am Abbildungsmaßstab auf keinen Fall scheitern wird. Von daher hat sich der Ausflug schon gelohnt, auch wenn das Foto jetzt im Vergleich zur Orchidee einen Beitrag unten drunter etwas… naja… einfach und lichtlos ist… ;)

Mehr vom Meer – Dünen, Details und Vögel

Sonntag, April 23rd, 2023

Konnte natürlich jetzt nicht anders und habe meine Fotos der letzten Woche auf Texel inzwischen doch schon so ziemlich durch. Gibt zwar noch einige, aber da wiederholt sich dann – zumindest bei gleichzeitiger Präsentation – vielleicht doch zu viel.

Auch wenn es eigentlich die ganze Zeit um Vögel ging, war es fotografisch doch eine ziemlich abwechslungsreiche Woche. Und wäre das Wetter noch etwas öfter mit sonnigen Sonnenaufgängen gesegnet gewesen, wäre sogar noch etwas mehr Abwechslung drin gewesen. Ich schaue in deine Richtung Abreisetag. Da gab’s morgens sogar etwas Dunst in den Wäldern. Inklusive Sonne. Unpraktisches Timing… Aber von vorne.

Die ersten Tage verhielt sich das Wetter genau so, wie es nicht gemeldet war. Statt Dauersonne gab es Dauergrau. Der Fotosüchtler in mir wurde schon ziemlich unruhig. Aber wenn man da so am Strand entlang spaziert, stolpert man dann doch über das ein oder andere Motiv, das auch bei dem Wetter oder vielleicht eher gerade bei dem Wetter spannend ist. Wie dieser Austernfischer hier:



Fotografische Pläne hatte ich übrigens gar nicht so wirklich für den Urlaub. An sich war der Urlaub nämlich wirklich als Urlaub geplant und gar nicht so sehr als Fotourlaub. Hat natürlich nicht geklappt, wie auch wenn ich ganze zwei Rucksäcke voll Kamerazeugs dabei habe?

Ein Motiv hatte ich aber doch im Kopf. Eins, für das ich unbedingt einen sonnigen Sonnenuntergang gebraucht habe. Das war dann auch mit der Grund dafür, dass ich irgendwann etwas genervt vom Wetter war. Wie schon geschrieben: Dauergrau statt Sonne. Zum Glück hat sich das Wetter dann irgendwann entschieden sich doch noch an die Vorhersage zu halten und ich habe meinen Sonnenuntergang (nicht nur einen) so bekommen, wie ich ihn wollte.





Am Abend vorher hat’s der Sonnenuntergang dagegen nicht so ganz geschafft. Zumindest nicht so, wie ich es mir eigentlich erhofft hatte: Nämlich mit einer Sonne, die über einem ziemlich dunstfreien Himmel untergeht. War dann aber im Endeffekt gar nicht so schlimm. Bei DEN Dünen war ich sowieso nicht, dazu hatte der Hochnebel sich zu spontan entschieden sich aufzulösen. Für einen recht spontanen Ausflug zum Sonnenuntergang hat’s aber doch noch gereicht. War dann auch ganz okay im fast letzten Licht der untergehenden Sonne. Bewachsene Dünen haben ja auch was. Vor allem wenn der Vordergrund auch noch dazu passt.



Was am Meer natürlich auch nicht fehlen darf sind Detailaufnahmen. So Sand, also vor allem Massen von Sand, bieten sich da einfach an. Da ist es auch gar nicht unbedingt so wichtig, dass das Licht wirklich top ist. Wobei schaden tut’s auch dabei nicht. Aber es geht auch bei bedecktem Himmel oder knalligem Sonnenschein. Hat einfach was. Da könnte man sich vermutlich stundenlang austoben. Ich hab versucht mich zu beherrschen…





Der eigentliche Zweck des Urlaubs auf Texel war ja Vögel zu beobachten. Also wirklich beobachten. Fotografieren nicht so wirklich. Praktischerweise habe ich aber am Tag vor der Abreise doch noch meinen bestellten 1,4x Telekonverter bekommen. An sich wollte ich den ja hauptsächlich um ihn zusammen mit meinem 135mm f2.0 für Pflanzenfotos zu verwenden, wenn’s mal etwas mehr Brennweite sein soll. Zufälligerweise passt er aber auch gut an mein 150-600mm Tele. Und wenn aus 600mm f6.3 dann 840mm f9 werden, ist das zwar nicht sonderlich lichtstark, aber die Brennweite ist dann plötzlich doch nochmal was anderes. Und ich wäre ja schön blöd die Kombi dann nicht für Vögel zu verwenden… ;)

Und so habe ich dann was gemacht, was ich schon ewig nicht mehr gemacht habe. Vögel fotografiert. Dabei habe ich übrigens auch den Tier-AF meiner Panasonic S1 zu schätzen gelernt. Das hat schon was. Funktioniert auch ziemlich gut. Okay. Groß sind die Vögel nicht unbedingt auf meinen Fotos. Aber: It’s not a bug, it’s a feature! Zu sehen sind Sandregenpfeifer und Sanderlinge (oder so?) Alpenstrandläufer.





Am Anfang habe ich ja noch vom Wetter am Abreisetag geschrieben. Da hat sich dann so ein Vorteil der doch relativ kurzen Distanz von Urlaubs- zu Wohnort gezeigt: Spontan doch nochmal bei Sonnenaufgang fotografieren gehen am Abreisetag? Kein Problem. In Südfrankreich wäre ich vermutlich eher nicht auf die Idee gekommen. Weil ich wusste genau, dass ich mich hinterher ärgern würde, wenn ich die Sonne ungenutzt aufgehen lasse, bin ich also spontan nochmal ein paar Meter in die Dünen nebenan um zu schauen was so passiert. War dann nochmal ganz nett.







Muss wiederholt werden! Ich mag die Insel. Und ich denke da gibt es noch einiges zu fotografieren. Und Meer ist ja sowieso immer gut.

Als nächstes wird’s hier aber wohl mit typischem Frühling weitergehen. Die ersten Orchideen fangen gerade an zu blühen, noch sehr vereinzelt, aber doch. Dieses Jahr ist wohl alles etwas später dran? Mal sehen was das Wetter macht. Es wird Zeit für grüne Wälder im Nebel!

Videomittwoch: Kein Licht, kein Wetter… Schwan

Mittwoch, Januar 4th, 2023

Kein Licht und kein Wetter sind ja noch lange kein Grund keine Fotos zu machen. Wobei doch, an sich schon. Aber zum Glück habe ich ja meinen unersättlichen YouTube Kanal, der mich wöchentlich daran erinnert, dass er gefüttert werden will.

Und so war ich dann auch dieses Mal an einem Tag unterwegs, an dem ich sonst vermutlich mit Freude einfach die Rollos unten gelassen hätte um die Welt auszublenden. ;)

Und dann hat sich – mal wieder – herausgestellt, dass es auch Spaß machen kann, wenn man mit nichts rechnet und noch weniger erwartet. Hier das (kurze) Video. Es gibt wieder Schwäne bei mir zu sehen. Und irgendwie bin ich ja jetzt motiviert, öfters mal wieder Schwäne zu fotografieren. Das gilt jetzt aber glaub ich noch als Neujahrsvorsatz. Und die hält man ja eh nie ein…

Viel Spaß mit dem Video!

Naturfotografie: Zum Jahresanfang ein SCHWAN | Kein Wetter? Kein Problem!

Hier die beiden Fotos:





Videomittwoch: Schwarzweiß mit ISO 204800 im Wald

Mittwoch, Dezember 21st, 2022

Der Schnee ist passé, die Zeit des ewigen Spätestherbst ist wieder da. Nicht schlimm, endlich Zeit mal ohne schlechtes Gewissen Dinge zu machen, die an sich komplett unsinnig sind, aber irgendwie trotzdem spaßig sein könnten.

Ich habe mir für diesen Mittwoch vorgenommen meine Kamera auf schwarzweiß zu stellen, die ISO Empfindlichkeit zu erweitern und dann ISO 204800 fix auszuwählen um mal durch den Wald zu streifen und zu schauen über was ich stolpere…

Viel Spaß!

Naturfotografie: Mit ISO 204800 im WALD unterwegs | Blödsinnsidee? | Birken, Spinnen und Wald

Und hier (die meisten) Fotos:









Sehen sie nächste Woche an dieser Stelle: Mitternacht bei Neumond im Wald mit ISO 50 und einer Belichtungszeit von 1/1000 Sekunde…