TAG: ‘VOGEL’
Irland – Teil 3
Montag, Juni 2nd, 2025Aller guten Dinge sind drei! Wobei es gibt wohl noch einen vierten Teil morgen. Dieses Mal ist es wirklich ein ziemlich bunter Mischmasch.
Vögel aus der Ferne zum Beispiel. Solche Klippen sind schon faszinierend. Was da alles lebt ist interessant. Das Highlight aus nicht-fotografischer Sicht waren eindeutig die Puffins aka Papageientaucher. Die waren zwar sauweit weg, aber trotzdem einfach nett anzusehen.
Etwas überraschend waren die Tauben, die an den Felsen waren. Bis vor diesem Blogbeitrag dachte ich, dass sich da zwei Straßentauben hin verirrt haben. Dabei waren das wohl einfach Felsentauben. Die Ursprungsform der Straßen-/Stadttauben. Interessant. Und ansonsten waren die ganzen Klippen einfach voller Leben. In der Vertikalen und in der Horizontalen:



Jetzt zu Dingen, von denen es zu wenig oder “zu viel” gab. Ok, Robben (oder Seehunde?) gab es nicht zu viele. Auch nicht zu wenige. An sich genau die richtige Anzahl. Eigentlich ging’s an dem Tag, an dem das Robbenfoto (oder Seehundfoto?) entstanden ist allerdings eher um Wale oder Delfine. Von denen gab es eindeutig zu wenige. Lag teilweise auch einfach an Wind und Wellengang. Da sieht man halt nicht viel von Land aus.
Orchideen dagegen gab’s eindeutig nicht zu wenige. Die waren teilweise einfach überall. Zum Glück hatte ich mein Orchideenobjektiv nicht dabei, sonst wäre ich vielleicht sogar noch in Versuchung gekommen das beste Licht des Tages nicht für Limikolen, sondern für Orchideen zu verwenden. Die in der Felswand stehende, habe ich dann trotzdem fotografiert. Da war “kein” Licht genau richtig und das 135mm f2.0 hat auch nicht gefehlt. Ging auch mit dem 24-105mm als Fokus-Stacking aus der Hand.


Und apropos Orchideen. Das Gebiet auf dem folgenden Foto ist auch so ein Orchideenparadies. Naja, für irische Verhältnisse zumindest. Ich würde jetzt vielleicht nicht unbedingt auf die Idee kommen nach Irland zu reisen um Orchideen zu sehen, aber ganz schlecht ist es dort halt auch nicht. Der Burren ist schon spannend was das betrifft. Spannender ist aber an sich die gesamte Landschaft dort. So anders.

Und um den Abschluss für heute zu finden jetzt noch etwas Meer. Ist einfach immer wieder nett. So viel Wasser am Stück. Oder auch nicht ganz so viel Wasser, aber dafür mit netten Klippen und vor allem Nebel. Vielleicht liegt es daran, dass ich sowas nicht jeden Tag sehen kann, aber wahrscheinlich würde ich es auch bei täglicher Ansicht jedes Mal wieder aufs neue spannend finden.





War weg (in Irland), bin wieder da
Samstag, Mai 31st, 2025Da war ich ja letztes Jahr im September schon. Und an sich gilt auch dieses Mal genau dasselbe wie letztes Jahr: “Gleich vorweg, das war kein Fototrip. Das war Urlaub. Urlaub-Urlaub.”
Aber natürlich hatte ich auch dieses Mal die Kameraausrüstung dabei. Zumindest Teile davon. Man weiß ja nie was einen so erwartet. Habe jedenfalls herausgefunden, dass es fotografisch ganz praktisch ist, wenn man direkt aus der Unterkunft in ein paar Minuten zu Fuß am Meer ist und es dann dort gleichzeitig so “wild” ist, dass man nicht nur viel Ruhe (vor Menschen) hat, sondern auch ziemlich viele lustige Vögel dort unterwegs sind. Limikolen sind für mich inzwischen irgendwie die Orchideen unter den Vögeln. Wieso auch immer.
Und genau deshalb fange ich jetzt auch einfach mit denen an. Das war einfach super. Am Strand irgendwo am Boden rumlungern und darauf warten was passiert. Und wenn dann so ein Alpenstrandläufer “im Sucher” einschläft, weiß man irgendwie, dass man zumindest nicht alles falsch gemacht und einen richtig schönen Moment erlebt hat:




War übrigens überrascht, wie gut der AF meiner inzwischen doch uralten Panasonic S1 mit dem Sigma 150-600mm + 1,4x Konverter funktioniert. ISO 12800 war jetzt auch nicht das große Problem. In solchen Momenten wirken Gedanken an irgendwelche Ausrüstungskäufe komplett absurd…
Auch dieses Mal musste ich wieder Vögel vor Klippen fotografieren. Das dauert immer so lange bis da mal welche an einer sinnvollen Stelle vorbeifliegen. Sinnvolle Stelle bedeutet: Nah genug an der Wand, damit alles scharf ist in einer Aufnahme (also Vogel bzw. Vögel und Klippen im Hintergrund) und das gleichzeitig auch irgendwo passiert, wo der Hintergrund passt.
Hier hat’s einigermaßen funktioniert. Wobei ich glaube das ist so ein Foto, bei dem es darauf ankommt, dass man den Monitor weder zu dunkel, noch zu hell eingestellt hat. ;)

Das soll’s für den Anfang auch gewesen sein. Ist doch etwas mehr entstanden als letzten September. Da muss ich mich erstmal durchwursteln. Sogar ein Orchideenfoto ist dabei. Die wachsen ja echt überall…



Stunde der Wintervögel
Sonntag, Januar 12th, 2025Der NABU macht ja jedes Jahr zweimal eine Vogelzählaktion. Im Mai die Stunde der Gartenvögel, im Januar die Stunde der Wintervögel. Seit ein paar (wenigen) Jahren sitze ich da auch immer eine Stunde am Balkon rum und schaue, was ich alles so sehen kann. Hört sich recht fad an, ist aber an sich recht spannend.
Heute waren es tatsächlich 15 verschiedene (*) Vogelarten. Und um die Kurve zur Naturfotografie wieder zu kriegen: Ich verwende meine Kamera mit Teleobjektiv um zu schauen was da so alles rumfliegt und -hopst. Dieses Mal war auch wieder ein Kernbeißer dabei. Den konnte ich sogar so gut fotografieren, dass ich mir dachte, dass das was für den Blog ist.
Sind auf jeden Fall echt hübsche Vögel:

(*) Neben dem Kernbeißer waren es noch: Amsel, Blaumeise, Buchfink, Eichelhäher, Halsbandsittich, Kohlmeise, Mäusebussard, Misteldrossel, Rabenkrähe, Ringeltaube, Rotkehlchen, Star, Stieglitz, Straßentaube

Das neue Jahr fängt an
Donnerstag, Januar 2nd, 2025Allerdings nicht mit Fotos von hier rund um Bonn, sondern von der Schwäbischen Alb bzw. knapp vor der Schwäbischen Alb. Und sie sind auch nicht 2025 entstanden, sondern Ende 2024. Aber egal.
Jedenfalls: Es war nett mal wieder so richtig über dem Nebel zu stehen. Da kamen richtige “Rimberg-Vibes” auf. War hübsch da oben über dem Nebel in der warmen Sonne mit mehr oder weniger interessanten Fernblicken. Coole Bedingungen jedenfalls, bei denen es sich sicher gelohnt hätte, sich etwas mehr vor Ort auszukennen.
Damit aber nicht genug, auch ein paar Vögel habe ich fotografiert. Keine Angst, ich werde (vermutlich, wer weiß das schon so genau) nicht zum Vogelfotografen. Aber wenn sie halt mal da sind, dann wäre man ja blöd sie nicht zu fotografieren. Ein Graureiher, ein Eisvogel und eine Wasseramsel. Cool war’s!









PS.: Auf dem Eisvogelfoto dürfen ausnahmsweise mal Zivilisationsspuren zu sehen sein, wird aber sicher nicht die Regel! ;)


Irland
Donnerstag, September 19th, 2024Gleich vorweg, das war kein Fototrip. Das war Urlaub. Urlaub-Urlaub. Natürlich hatte ich meine Kameraausrüstung dabei, bei dem bisschen Zeug was ich besitze ja auch kein großes Problem trotz Flug. Ziel war der Westen bzw. Südwesten Irlands.
Schon eine sehr coole Gegend. Hat’s eindeutig verdient auch mal so richtig zum Fotografieren hinzugehen: Spannende Wälder, hübsche Berge, geniale Küsten und viele Vögel (und Wale). Ich fand’s allerdings sogar ganz praktisch fand, dass meine fotografischen Ambitionen nicht sonderlich hoch ausgeprägt waren, dadurch habe ich einfach gemacht was ging und nicht irgendwas, was gehen muss, weil ich es mir vorgenommen habe. Sehr stressfreie Art zu fotografieren.
Und immerhin ein paar Fotos sind dabei entstanden, die ich dann doch ganz gelungen finde:








PS.: Man müsste in Irland mal ein paar Straßen bisschen breiter machen und vor allem die Ränder der Straßen etwas optimieren! Und wer hat eigentlich den Linksverkehr erfunden und wozu gibt es Autos, die breiter sind als ein kleiner Skoda Citigo? ;)
PPS.: Jetzt konnte ich hier auch endlich mal die Symbole für Flugzeug und Schiff verwenden am Ende des Blogbeitrags!




Nochmal der Waldkauz
Montag, August 12th, 2024Okay, das ist jetzt doch ziemlich ähnlich wie das letzte Foto. Aber ich wollte es aus zwei Gründen nochmal probieren:
Erstens war ich nicht ganz sicher, ob ich wirklich das allererste Licht der aufgehenden Sonne dort erwischt habe. Zweitens hatte ich den Telekonverter am Objektiv und mir ist dann hinterher aufgefallen, dass ich meine Fotos gar nicht mit maximaler Brennweite gemacht habe, sondern unter 600mm. Gab also überhaupt keinen Grund das Foto des Waldkauzes mit Blende 9 (durch den Telekonverter) zu machen letztes Mal. Hätte auch den Telekonverter weglassen und einfach mit f6.3 fotografieren können.
Eindeutig zwei gute Gründe es nochmal zu machen! Die offener Blende hat jedenfalls nicht geschadet, das Laub sieht doch etwas angenehmer aus. Die Sonne? Ich bin mir nicht ganz sicher, ich glaube so groß war der Unterschied nicht. Sicher ist: Das was jetzt auf dem Foto hier zu sehen ist, ist eindeutig das erste Sonnenlicht, dass der Kauz um die Jahreszeit direkt abkriegt. Experiment also geglückt, weicheres Licht gibt’s aktuell nicht. ;)

Und jetzt darf es gerne 10-15K kühler werden…

Waldkauz bei Sonnenaufgang
Dienstag, August 6th, 2024Nachdem ich letztens gesehen habe, dass er wieder sehr entspannt vor seiner Höhle sitzt, dachte ich mir, dass ich es doch irgendwann mal morgens bei Sonnenaufgang probieren sollte. Schließlich sind Waldkäuze einfach super.
Meistens fällt das mit dem “mal morgens bei Sonnenaufgang probieren” bei mir ja flach, weil ich Sonnenaufgänge bekanntermaßen am liebsten nutze um irgendwelche immer dieselben Wälder zu fotografieren. Vor allem dann wenn’s Nebelchancen gibt. Die gab es heute Morgen eindeutig nicht. Wie praktisch!
Dass es so gut klappt mit dem Licht hätte ich allerdings nicht gedacht. Ist ja doch ein Glückspiel mit den Lücken in den Bäumen bzw. im Laub der Bäume.

Ich mag Eulen eindeutig: Die bewegen sich weniger als die meisten Blumen. Das Foto hier ist mit 1/4 Sekunde Belichtungszeit gemacht…

Kurzbesuch bei den Uhus
Freitag, Mai 31st, 2024Hatte ja schon befürchtet, dass der Nachwuchs bei den Uhus im Siebengebirge inzwischen die Fliege gemacht hat. Zum Glück war es noch nicht so weit. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass ich den Zeitpunkt, der vermutlich nicht mehr weit in der Ferne liegt, sowieso verpassen werde.
Als ich vor ca. zwei Wochen dort war, saßen beide jungen Uhus irgendwo weiter unten gut versteckt im Gestrüpp. Heute saßen die beiden interessanterweise wieder dort, wo sie zur Welt gekommen sind: Etwas weiter oben auf einem gut geschützten Felsvorsprung. Wie auch immer sie da wieder raufgekommen sind.
Weil ich Eulen einfach mag und obwohl dort nicht wirklich viel mehr drin ist als ein paar Dokufotos, zeige ich die jetzt einfach hier. Mal sehen ob ich sie nochmal erwische bevor sie wirklich ausgeflogen sind.




Zurück von der Ostsee
Donnerstag, Mai 30th, 2024Da bin ich wieder und ich bin ja überrascht, dass sich hier noch nicht spontan ein Regenwald der gemäßigten Breiten gebildet hat. Aber das ist ein anderes Thema. Also ich bin zurück. War ein paar Tage an der Ostsee bzw. an den Boddengewässern rund um den Darß. Das ist nun eindeutig nicht die schlechteste Umgebung für Naturfotografie, allerdings hatte ich keinen echten Plan was ich denn fotografieren will. Die Idee war: Einfach mal schauen und Urlaub machen…
Gleich am ersten Abend gab’s einen netten Gewitteraufzug überm Boddengewässer. Ein gern gesehenes Motiv. Sehe ich hier in Bonn sowieso viel zu selten. Was vor allem daran liegt, dass sich mein Interesse Gewitter zu fotografieren antiproportional zur Menge an störenden Zivilisationsspuren entwickelt. Und weil hübsche Gewitterwolken meistens recht viel Weitwinkel brauchen… Nun ja!

Ab jetzt gibt’s hier keine chronologische Ordnung mehr, sondern pures Chaos. Habe sowieso den Überblick verloren was ich wann gemacht und fotografiert habe. ;)
An einem Morgen, ich glaub es war ein Morgen, an dem ich dachte, dass ich es mal bei Sonnenaufgang – der ist übrigens echt früh dort oben rechts auf der Karte – mit dem Wald probiere (zum Wald dann später hier im Beitrag mehr) und vor Ort dann entschieden habe, dass das nicht funktionieren wird und bei den Bedingungen auch niemals funktionieren kann, bin ich dann weiter Richtung Meer geradelt.
Während ich dann dort so den Hirschen beim Rumhirschen zugeschaut habe (auch dazu später mehr) und meinen Blick immer mal wieder über die Landschaft habe schweifen lassen, ist mir dieser nette Fuchs aufgefallen, der in der Ferne im Gegenlicht über eine Sandbank spaziert ist. Hat wohl nach essbarem gesucht. Irgendwelche angeschwemmten Dinge. Eine Szene genau nach meinem Geschmack.

Etwas früher am selben Morgen und als ich genau dasselbe gemacht habe, nämlich schauen was sich so tut abseits der Hirsche, hat mir auch diese Szene hier sehr gut gefallen. Nette Nebelschwaden über der Landschaft, cooles Licht, nette Bäume, ein Graureiher – der in die falsche Richtung spaziert – und überhaupt, genau meine Stimmung.

Und damit jetzt eine kurze Runde in den Wald. Ohne Wald geht’s einfach nicht. Vor allem dann, wenn der Wald so edel ist wie dort am Darß. Es geht doch – abgesehen natürlich von Birkenwäldern – einfach nichts über Erlenbruchwälder.
Das ist schon einfach faszinierend. Nicht nur weil die Anzahl an Stechmücken um dieses Jahreszeit einfach nur abartig ist, sondern vor allem deshalb, weil so ein Wald so richtig ursprünglich und wild wirkt. Fotografisch war’s allerdings ein bisschen der Endgegner. Wobei welcher Wald ist das nicht, wenn es keinen Nebel hat? Und den hatte ich leider nicht. Dabei bestanden sogar Chancen. Die Voraussetzungen hätten eindeutig schlechter sein können. Gab aber einfach keinen Nebel wo ich ihn gebraucht hätte. Ich hab’s trotzdem probiert und ein paar Fotos gemacht, die zumindest für den Blog dann doch gut genug sind. ;)



Ach ja, und weil der Kiefernwald teilweise auch ganz hübsch war und obwohl der Kiefernwald auch von Nebel und vor allem von Licht profitiert hätte, habe ich auch den dann nicht einfach links liegen lassen können.

Und damit wieder zum Meer! Zum Baden war’s noch nicht so richtig geeignet, aber fotografisch lässt sich bei Sonnenuntergang ja immer was machen. Vor allem wenn man sich auf Details konzentriert und/oder mit etwas längeren Belichtungszeiten rumspielt. Farblich auf jeden Fall sehr interessant. Sieht zwar alles recht ähnlich aus, aber was das betrifft, bin ich ja dank Birkenwaldsucht sowieso geübt. Also Meer!







Die Hirsche wurden ja schon erwähnt. Der Darß ist ja vor allem im Herbst richtiggehend überrannt von mehr oder weniger ambitionierten und motivierten Fotografen auf der Suche nach dem röhrenden Hirsch im Nebel bei Sonnenaufgang und so. Im Frühling hat’s die Hirsche natürlich auch.
Ich bin mir nicht so sicher ob ich ein kompletter Banause bin, aber ein Hirsch ohne Geweih ist einfach nicht so cool wie einer mit Geweih. Der Vergleich passt vielleicht nicht ganz, aber so ein bisschen ist das wie eine blühende vs. eine nicht blühende Orchidee. Vielleicht nicht ganz, aber fast.
Wenn man halt weiß, dass da theoretisch jetzt auch Fotos mit Geweihträgern entstehen könnten (also später im Jahr), dann wirkt es geweihlos einfach ein bisschen halb. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem und es ist auf jeden Fall ein Erlebnis.



Steine kann man übrigens auch fotografieren am Strand. Das macht auch Spaß. Da sucht man sich einfach einen dunklen Stein am Ufer, dort wo das Meer gerade noch Wellen hinwirft und wartet im Sonnenuntergang darauf, dass das letzte Licht und die Wellen in Kombination irgendwelche Dinge machen.


Als ob das mit den Hirschen jetzt nicht schon genug Wildlife gewesen wäre für meine Verhältnisse, kommen jetzt noch die ersten Vögel dazu. Schwalben sind doch einfach fotogene und dankbare Motive. Vor allem wenn sie sich so einfach fotografieren lassen, dass man sie wirklich im Detail erkennt. Und sie schauen auch so nett.




Nicht ganz so nett finde ich ja meistens Wildschweine. Vielleicht wäre es genauer zu schreiben: Nicht so ganz nett fand ich ja meistens Wildschweine. Seit dem Umzug von Marburg a. d. Lahn nach Bonn hat sich das ja so ein bisschen geändert. Die Aggroschweine damals in Marburg sind mir hier in Bonn noch nicht begegnet. Im Gegenteil, die waren immer recht sympathisch hier bei den doch eher seltenen Begegnungen.
Am Darß scheinen die Schweine auch von der gemütlichen Sorte zu sein. Hatte die ganze Zeit keine einzige ungute Begegnung, dabei hätte es mehr als genug Gelegenheiten gegeben. Gelegenheiten sie zu fotografieren gab es allerdings nicht so viele. Wildschweinfotografie ist aber auch jetzt nicht unbedingt eine Sache, die ich in meiner Zeit dort oben an der Ostsee irgendwie forciert hätte. Ein Foto habe ich trotzdem machen können. Inklusive “Oh-sind-die-süß”-Frischlingen.

Das ich Kiefern auch mag, hat man ja vermutlich schon gemerkt hier im Blog. Diese Gruppe fand ich auch ganz hübsch. So hübsch, dass ich sie auch ohne Licht fotografieren musste. Wäre sicher auch mal ein Motiv für bessere Bedingungen. Wie so vieles dort in der Gegend.

Das eigentliche Highlight der Tage an der Ostsee waren für mich weder Wälder, noch Hirsche, noch das Meer. Vögel waren es! Ich habe diese netten Sandregenpfeifer ja letztes Jahr auf Texel schon fotografieren dürfen. Dieses Jahr hat’s wieder geklappt! Der hier ist allerdings erstmal kein Sandregenpfeifer, sondern ein Flussregenpfeifer.

Noch spannender als der Flussregenpfeifer waren dann tatsächlich diese beiden Sandregenpfeifer am letzten Abend bei Sonnenuntergang. Das war einfach nur nett zu beobachten wie die beiden fleißig dabei waren frischen Nachwuchs zu produzieren. Ich war so fasziniert von dem ganzen Geschehen, dass ich sogar irgendwann wohl einfach nicht mehr daran gedacht habe mein Supertelezoom voll bis zum Anschlag auszunutzen. Faszinierend! Bester Abend seit Langem!







Eine nette Zeit war’s. Dafür, dass ich mehr oder weniger planlos unterwegs war und die Pläne immer erst recht spontan entstanden sind, bin ich eindeutig glücklich mit dem Erlebten und den Fotos. Wobei gerade mit dem Wald, da geht sicher noch mehr. Wenn die Gegend nicht gar so weit entfernt wäre, wüsste ich was ich demnächst wieder machen würde… ;)
Jetzt bin ich allerdings erstmal gespannt was sich hier so getan hat in der Natur. Wie riesig das Farn im Birkenwald inzwischen wohl ist? Ob die Roten Waldvöglein kooperativ sind? Mache ich dieses Jahr vielleicht endlich ein nettes Foto einer Breitblättrigen Stendelwurz? Mal sehen…




