Ein spannender Morgen

Man könnte – und ich will das jetzt nicht regelmäßig machen hier im Blog mit dem über die Technik reden – meine Kameraausrüstung als gerade noch knapp geeignet für die Art von Tierfotos (Hirschfotos eher ;) ) bezeichnen. Eigentlich eher nicht so ganz. Das ist eine Rauschorgie, die ich in der Art das letzte Mal beim großen Schwanenfotovorfall im nebligen Morgengrauen im Jahre 2017 erlebt habe.

Zugegeben, ich war schon auch teilweise selber schuld. Etwas unvorbereitet halt. Überrumpelt von den Hirschen im dichten Nebel. Ich hätte auch einfach etwas weniger ISO und eine etwas längere Belichtungszeit verwenden können. Wobei 1/80 Sekunde ist sowieso schon grenzwertig. Auch wenn sie oft still stehen, zuverlässig scharfe Fotos kriegt man mit der Belichtungszeit eher keine. Aber… Egal. Fakt ist, mit mehr Sensorfläche UND mehr Lichtstärke wäre das einfach besser gewesen… Jetzt ist es aber so wie es ist und vor allem: An sich macht das ja gar nicht all zu viel aus. Rauscht’s halt das Foto, gibt schlimmeres. Und in kleiner Ausgabegröße fällt’s vielleicht gar nicht so arg auf.

Jedenfalls: Der Morgen war irgendwie spannend. Ich habe mir keinen Wecker gestellt. War sowieso nicht so überzeugt davon, dass das heute Morgen irgendwie neblig werden könnte. Zum Glück fängt das mit der senilen Bettflucht ja schon kurz vor 40 Jahren an und deshalb: Ich war sowieso wach um kurz vor fünf Uhr. Schnell aufs Satellitenbild geschaut und gemerkt: Huch, da ist ja nicht viel nebelhemmendes Gewölk am Himmel (Link zu einem Video zu dem Thema).

Und dann bin ich halt doch noch losgezogen. Und ja, es hat sich schon gelohnt. Hirsche, Nebelstimmungen und eine Sonne, die zwar anfangs von Wolken gestört wurde, dann aber kurz nett war, bevor es dann schnell wieder viele Wolken gab.

Hier ein paar Impressionen des Morgens:











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8 Kommentare zu “Ein spannender Morgen”

  1. Henrik Thiele hat geschrieben:

    Sehr tolle Bilder!

  2. Felix hat geschrieben:

    Danke dir!

  3. Frauke hat geschrieben:

    Jo, das ist schon duster auf dem Bild mit dem Hirsch. Könnte für mich noch glatt als Rehbock durchgehen. ;-) Meine Augen werden auch nicht besser mit dem Alter *ggg*.

    Ich finde du hast den Morgen fotografisch aber gut ausgenutzt.

    Senile Bettflucht … da warte ich seit Jahren beim Göttergatten drauf. Bis jetzt bin ich immer noch allein früh wach.

    LG Frauke

  4. Felix hat geschrieben:

    Dachte auch erst an Rehe, aber für ein Reh war er irgendwie zu groß. Vielleicht ja ein großwüchsiges Reh? ;)

    Ich finde das ja ganz ok, dass bei uns nur ich so gerne früh wach bin. Da kann ich mit gutem Gewissen ganz alleine fotografieren gehen… Nicht, dass ich es nicht nett fände manchmal auch jemanden dabei zu haben, aber meistens bin ich einfach doch lieber alleine unterwegs. =)

    Viele Grüße,
    Felix

  5. Frauke hat geschrieben:

    *ggg* das stimmt natürlich auch. :-)

  6. Felix hat geschrieben:

    Du hast mich übrigens jetzt echt verunsichert mit dem Hirsch/Reh… Im Nebel erscheint das mit der Größe ja auch immer etwas anders als ohne. Und irgendwie würde ja Reh schon gut passen… :P

    Ein Rirsch oder ein Heh… Was auch immer. =)

  7. Cornelia hat geschrieben:

    Wunderschöne Fotos, die Du immer wieder aus der Wahner Heide und gelegentlich aus dem Siebengebirge mitbringst. Warum bei den Faunabildern über zu wenig Brennweite jammern, die Bilder haben so viel Atmosphäre, vermitteln etwas von der Heimlichkeit und vor allem, sie erzählen eine Geschichte, was willst Du mehr? Ich freue mich schon auf Fortsetzung…

  8. Felix hat geschrieben:

    Hey Cornelia,

    vielen Dank für deinen Kommentar! Freut mich. Was die Faunabilder betrifft, da habe ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt. Nicht die Brennweite ist das Problem, die passt genau. Geht mir nämlich genauso wie dir: Ich mag es, wenn da noch Umgebung mit drauf ist. Mehr Lichtstärke wäre allerdings praktisch, dann könnte ich auch im (noch) düstereren Fotos machen. =)

    Viele Grüße,
    Felix (der sich auch schon auf eine Fortsetzung freut)