TAG: ‘BÄUME’

Nicht wirklich fotografieren an der Ostsee

Freitag, Oktober 4th, 2019

Wieder zurück in Marburg. Nach der langen Radtour von Hamburg bis Stralsund… Also nein. Nach der geplanten langen Radtour von Hamburg bis Stralsund. Aber bei angekündigtem (und wirklich gekommenem) Sturm und doch eher viel Regen wäre das dann doch nicht so der Knaller gewesen. Also spontan am Tag vor der geplanten Zugfahrt (inkl. Fahrrädern) noch umgeplant und das Auto als Fahrrad genutzt. Die Route war durch die gebuchten Übernachtungen schon vorgegeben. Und so gab es dann trotz zwischenzeitlich echt richtig geil schlechtem Wetter viel zu sehen.

Weil mich Kultur zumindest fotografisch nicht wirklich, also gar nicht, interessiert, hier jetzt ein paar Naturimpressionen. Ist ja nun mal auch so, dass Urlaub halt Urlaub ist. Und Urlaub und (“richtig”) Fotografieren passen für mich einfach nicht so ganz zusammen.

Am Meer dann angekommen, habe ich mich ein bisschen mit einer Möwe beschäftigt. Sind ja auch coole Vögel irgendwie. Bin sicher, dass ich, wenn ich selber direkt am Meer leben würde, verdammt viele Aufnahmen von ihnen machen würde:





Auch in Zingst waren praktischerweise (oh Zufall) zwei Übernachtungen eingeplant. Abgesehen davon, dass die Stadt der Ort sehr cool ist, weil es wohl immer irgendwelche interessanten Fotoausstellungen zu finden gibt, ist die Umgebung dort ziemlich spannend. Gerade im Herbst kann man vermutlich nicht keine Kraniche erleben. Das (gescheite) Fotografieren von Kranichen dagegen ist nicht so einfach. Vielleicht einfacher wenn man sich etwas besser auskennt. Aber egal, den abendlichen Einflug zu den Schlafplätzen muss man einmal erlebt haben. Wirklich.

Und dann sind da ja im Herbst auch noch die Hirsche. Auch nicht ganz unspannend. Und auch so eine Sache, die man einmal erlebt haben muss. Und tja, auch so eine Sache, die sicher deutlich besser geht, wenn man sich gut auskennt. Insgesamt fand ich es auf jeden Fall faszinierend, was für eine Materialschlacht das ist. Lauter sehr männliche Kameras und Objektive… ;)

Da steht man da so mitten in einer riesigen Gruppe von Stativen mit dicken Kameras und Objektiven rum und wartet hinter einer Absperrung darauf, dass ein Hirsch vorbeigeht. Dann gibt es plötzlich Dauerfeuer, der Hirsch schaut blöd und dann ist wieder Stille. Und jeder hat dann genau das gleiche Foto aus der gleichen Höhe und vermutlich mit ziemlich genau der gleichen Brennweite gemacht (so war es zumindest in meiner Erinnerung ;) ). Aber gut, ich mein, das Erlebnis ist schon cool. Und wieso dann nicht auch gleich noch ein paar Fotos machen?

Ich habe ja jetzt nicht so viel Brennweite, deshalb ist mein Hirsch recht klein… Hier noch vier Fotos, die um Zingst rum entstanden sind:









Ich für meinen Teil habe jedenfalls entschieden, dass die Gegend so gut ist, dass ich wieder dort hin muss. Jetzt heißt es aber fürs Erste wieder: Wald, Nebel, Pilze und Schwäne! In meiner Abwesenheit hat es jedenfalls genug geregnet. Bin gespannt was hier so los ist. Und die Ostsee läuft ja nicht davon…

Langsam wird’s frustrierend…

Freitag, September 6th, 2019

Wo bleibt der Regen? Das ist langsam echt einfach nur noch frustrierend. Nicht nur, dass der Niederschlagsmangel der Natur wirklich alles andere als gut tut. Mir fehlt er auch einfach aus komplett egoistischen Gründen so richtig inzwischen. Keine Pilze, viel weniger Nebelchancen und dazu auch noch das Potential die Verfärbung des Laubs im Herbst nachhaltig kaputt zu machen. Der gleiche Mist wie letztes Jahr. Bleibt nur zu hoffen, dass Besserung kommt. Theoretisch ja sogar schon dieses Wochenende. Nur glaube ich nicht so wirklich daran…

Heute Morgen war’s an sich perfekt. Kalt, klar, sogar der erste Bodenfrost. Aber Nebel? Abseits von Seen war da nicht viel zu machen. Ich habe mein Glück heute im nördlichen Burgwald gesucht. Nicht gefunden. Naja. Für das Foto hier hat’s gereicht. Über der bodenfrostigen Wiese waberte ein bisschen Nebel rum.



Besser als nichts, aber so richtig geklappt hat es heute Morgen eindeutig nicht. Wobei wenn sich ein Reh auf die Wiese verirrt hätte, hätte es was gehabt das Foto. Aber naja: Ich will endlich mal wieder Wetter. Regen, tiefhängende Wolken im feuchten Wald…

Es gibt ihn noch…

Montag, September 2nd, 2019

Nein, nicht den Regen. Der scheint hier nicht mehr zu existieren. Dafür aber den Nebel. Und solange es noch Seen und Flüsse gibt, wird’s den wohl auch weiterhin geben. Aber trotzdem: Ich brauche Regen! Was Pilze betrifft habe ich die Hoffnung inzwischen zwar aufgegeben, aber Hochnebel klappt einfach besser mit vorherigem Regen, richtigem Regen. Nicht einfach nur so ein bisschen Getröpfel. Vermutlich wäre es auch den bald kommenden Herbstfarben zuträglich.

Tja. Aber so ohne Regen… Da bleiben dann halt für den Nebel noch die Seen und ihre Umgebung. Heute Morgen war’s dort wieder recht nett. Hier ein paar Impressionen:







Noch ein Baum im Nebel bei Sonnenaufgang

Montag, August 26th, 2019

Eine eklig warme Spätsommernacht war das… Da das mit dem Schlafen sowieso nicht so richtig funktioniert hat, habe ich den Morgen genutzt um einem Waldstück an der Lahn einen kurzen Besuch abzustatten. Richtig erfolgreich war das mangels gescheitem Nebel für mich jetzt nicht, aber dieser Baum hier hat mir doch ganz gut gefallen. Habe ihn vor, bei und nach Sonnenaufgang fotografiert. Das hier ist daraus geworden:







Dabei ist mir auch mal wieder aufgefallen, dass es wirklich kaum was gibt, was ich weniger mag als so eklig warme Sonnenaufgänge… Schwitzen schon um 6 Uhr morgens, das ist einfach nichts was mich zu kreativen Höhenflügen verleitet… :P

Was ich allerdings gesehen habe: Da war wieder ein Reh unterwegs. Und seit ich letztens Geschmack (fotografisch) an Rehen gefunden habe, werde ich vielleicht die Tage morgens mal wieder dort vorbeischauen. Vielleicht klappt’s ja mit ein paar Rehfotos im Nebel am Waldrand. Stelle mir das so im Vorsonnenaufgangslicht vor, bläulich angehaucht alles…

Ein Baum im Nebel bei Sonnenaufgang

Samstag, August 24th, 2019

Viel mehr lässt sich dazu gar nicht schreiben. Es ist halt nur ein Baum im Nebel bei Sonnenaufgang.

Vielleicht noch erwähnenswert: Ich war wo, wo ich sonst nicht bin und ich glaube das war nicht so die beste meiner bisherigen Ideen. Ich habe einfach nicht gewusst was ich fotografieren könnte – trotz der echt genialen Nebelstimmung. Ich war ja dann schon froh, dass ich mich schließlich entschieden habe diesen Baum zu fotografieren und nicht weiter wild aber erfolglos nach anderen Motiven gesucht habe bis der Nebel sich dann vermutlich irgendwann komplett aufgelöst hätte… ;)



Wie gestern, nur fast noch besser…

Donnerstag, August 22nd, 2019

Aber echt nur fast. Wenn es das Wort “unfast” geben würde (gibt es ab jetzt), wäre es passender. Weil ohne Rehe konnte das jetzt heute Morgen gar nicht besser sein als gestern. Schon interessant wie sich drei Sonnenaufgänge ähneln, aber doch total unterschiedlich sein können. Der einzige richtige Unterschied: Vorgestern viele hohe Wolken, gestern einige tiefe Wolken und heute? Überhaupt keine Wolken.

Ich habe die Chance genutzt und lauter – im Detail ziemlich unterschiedliche – gleiche Fotos gemacht. Hier eine kleine Auswahl:











Ich glaube heute Morgen hätten mich sogar Handschuhe nicht gestört. Gerade mal 6°C hatte es… Das war dann wohl auch den fehlenden Wolken zu verdanken. Ziemlich cool.

Wie gestern, nur besser…

Mittwoch, August 21st, 2019

Ja, das trifft es in etwa. An sich war alles besser als gestern. Es gab keine blöden Cirren, es gab ein paar “normale” Wolken (die hätte ich nicht unbedingt gebraucht), es gab viel Nebel, es gab keinen Wind und so weiter. Was es auch gab: Rehe! Hatte ich jetzt direkt dort an der Stelle auch noch nicht. Also an den Seen sind sie mir schon über den Weg gelaufen. Aber dort wo sie heute standen, habe ich sie noch nicht gesehen bisher. Ziemlich cool. Und auch sonst war’s einfach super. Hier einige Impressionen:









Fängt echt gut an die fotografisch spannende(re) Zeit! Ab jetzt dann bis nächstes Jahr im Juli (oder so)… ;)

Nebel…

Dienstag, August 20th, 2019

Viel Nebel, viele hohe Wolken und wenig Wasservögel (und vor allem keine Schwäne). Das war der Morgen in Kurzform. Kalt war’s außerdem. Gerade mal 7°C hatte es. Im Großen und Ganzen aber eindeutig ein eher angenehmer Morgen. Ohne die vielen (blöden) Cirren wäre er allerdings noch besser gewesen. Das kommt aber dann vermutlich irgendwann in den nächsten Tagen. ;)

Also, auch wenn es etwas gemangelt hat an Schwänen oder wenigstens Gänsen für die Gestaltung eines lebendiger Vordergrunds, gerne mehr davon! Hier zwei neblige Impressionen:





Faszinierend wie weit südlich die Sonne inzwischen schon wieder aufgeht übrigens, da muss irgendwer an der Erde gedreht haben…

So ein Morgen…

Freitag, August 16th, 2019

An sich wollte ich heute Morgen ja am Rimberg so eine Stunde vor Sonnenaufgang einfach mal abwarten was für Geräusche die Natur so macht und dabei fotografieren was sich so ergibt. In den Tälern zog Nebel durch die Landschaft, der Vollmond war auch gut anzuschauen. Im Wald hat’s hin und wieder geknackt und geknistert. Ich weiß nicht genau wer da im Dunkeln unterwegs war. Was ich allerdings weiß ist, dass immer wieder Eulen (Waldkauz?) gerufen haben, allerdings weiter entfernt. Das war der schöne Teil des frühen Morgens.

Der unschönere Teil war irgendwelche laute basslastige Musik aus der Ferne und immer wieder lautes (menschliches) Rumgegröle. Als mir das dann irgendwann zu blöd war – freitagmorgens um 5:30 ist das schon eher nervig ;) – bin ich dann wieder zurück ins Tal und habe den nebligen Frühmorgen an den Seen verbracht. Keine Schwäne anwesend heute. Aber einige Gänse… Hier zwei Eindrücke:





Irgendwie finde ich es ja interessant mit dem “unnatürlichen” Lärm da draußen in der Natur. Wenn ich nicht speziell darauf achte, fällt mir oft gar nicht so genau auf wie viele menschliche Geräusche die Stille stören. Ich bin dafür ein Recht auf Stille einzuführen. ;)

Muss es wieder im Wald probieren demnächst, die Leute können ja nicht dauernd Radau machen, hoffe ich…

Ein wenig Alpen…

Mittwoch, August 7th, 2019

Ein kurzer Ausflug in die Alpen (Graubünden, Engadin). Wäre ich nicht eh schon recht weit südlich von Marburg unterwegs gewesen, wäre ich wohl nicht auf die Idee gekommen für eine Nacht in die Alpen zu fahren. Erst recht nicht, wenn sich das Wetter von der unsicheren Seite zeigt. Aber weil ich eben schon so nahe dran war, habe ich einen Abstecher gemacht. Schließlich ist es ja nie schlecht mal wieder Berge zu sehen.

Der Sonnenuntergang ist mangels Licht direkt ausgefallen. Das war aber an sich wenig überraschend. Nachts dann, als ich zwischendurch mal wach war und aus dem Autofenster geschaut habe, zeigten sich eigentlich durchgehend viele Sterne. Begleitet allerdings von Wetterleuchten. Als mich dann mein Wecker um kurz nach halb fünf geweckt hat waren die Sterne weg und ein bisschen Regen da. Narf.

Pünktlich zum Sonnenaufgang war’s dann allerdings wieder ziemlich klar. Blöderweise hat aber irgendwas – ich habe ein oder mehrere Wolken im Verdacht – verhindert, dass die Berge das Sonnenaufgangslicht abkriegen. Tjaja, so kann’s laufen. So richtig da war die Sonne dann erst so ca. 30 Minuten nach Sonnenaufgang. Da ist das Licht zwar auch nicht unbedingt schlecht, aber nicht mehr das, was ich mag. Hier ein Foto mit Grau- und Polfilter aufgenommen:



Danach habe ich dann noch einen Abstecher zum Morteratschgletscher gemacht, also bis direkt zu seiner “Zunge” (kann man kaum mehr so nennen). Eigentlich ein ziemliches Trauerspiel. Gleichzeitig aber auch faszinierend wie schnell das Eis verschwindet. Ein paar Detailfotos direkt an der Zunge habe ich dann noch gemacht. Dieses Blau ist einfach genial, auch wenn es nur in ein paar wenigen Rissen zu sehen war:







Danach zog es sich so langsam zu. Viele hohe Wolken… Wie in einem fotografischen Alptraum. ;)

Aber gelohnt hat es sich trotzdem. Aus mehreren Gründen… Dazu dann demnächst.