Da war er ja, der erwünschte sonnige Sonnenaufgang. Und um mal die ausgetretenen Pfade, die Komfortzone, zu verlassen, habe ich heute Morgen das gemacht, was ich mir vor ein paar Tagen vorgenommen habe und nicht das, was sicher gewesen wäre: Ich habe allen Mut zusammengenommen und ein anderes Gebiet zu Sonnenaufgang besucht. ;)
Ok, das ist nur ein paar wenige hundert Meter entfernt von den Wiesen wo ich sonst meine Fotos mache, aber fühlte sich trotzdem komplett anders an. Alleine schon deshalb, weil dort Orchideen wachsen, die’s im anderen Gebiet nicht hat.
Vor allem das Ohnhorn aka Ohnsporn aka Hängender Mensch aka Puppenorchis aka Fratzenorchis oder einfach “Orchis anthropophora” wollte ich endlich mal bei gutem Licht fotografieren. Hat an sich auch geklappt, nur mit wirklich tiefstehender Sonne hat’s nicht ganz so hingehauen wie erhofft. Die Sonne ging einfach ein kleines bisschen an einer anderen Stelle auf als von mir vorhergesagt (ich glaube ich sollte die App nächstes Mal sinnvoll “kalibrieren” ;) ). Und dann war da halt doch plötzlich die ziemlich blickdichte Hecke im Weg. Aber macht nichts, gelohnt hat es sich trotzdem.
Dazu gab’s dann noch Fliegen-Ragwurz und zur Abrundung des Morgens habe ich dann doch wieder die Komfortzone besucht um noch ein “typisches” Foto des Purpur-Knabenkrauts zu machen. Das hat mir sowieso noch gefehlt. Hat auch funktioniert. Mein Favorit des Morgens war allerdings ein untypisches Foto. Also nicht wirklich untypisch. Aber halt eins, auf dem die Orchidee schön klein ist und der Vorder- bzw. Hintergrund trotzdem nicht nervt. Das macht auch den Anfang der heutigen Fotos:





Das letzte Foto hier ist übrigens mein erstes “Focus Stacking”. In Anführungszeichen deswegen, weil es an sich nur zwei Fotos waren. Die Orchideen standen nicht in der gleichen Schärfeebene. Das Zusammensetzen ist mit Photoshop ja wirklich idiotensicher einfach. Hätte ich gar nicht gedacht. Muss jetzt nur mal schauen wie ich das finde Fotos auf die Art zu bearbeiten. Praktisch ist es auf jeden Fall.

