TAG: ‘FRÜHLING’

Kurzbesuch bei den Uhus

Freitag, Mai 31st, 2024

Hatte ja schon befürchtet, dass der Nachwuchs bei den Uhus im Siebengebirge inzwischen die Fliege gemacht hat. Zum Glück war es noch nicht so weit. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass ich den Zeitpunkt, der vermutlich nicht mehr weit in der Ferne liegt, sowieso verpassen werde.

Als ich vor ca. zwei Wochen dort war, saßen beide jungen Uhus irgendwo weiter unten gut versteckt im Gestrüpp. Heute saßen die beiden interessanterweise wieder dort, wo sie zur Welt gekommen sind: Etwas weiter oben auf einem gut geschützten Felsvorsprung. Wie auch immer sie da wieder raufgekommen sind.

Weil ich Eulen einfach mag und obwohl dort nicht wirklich viel mehr drin ist als ein paar Dokufotos, zeige ich die jetzt einfach hier. Mal sehen ob ich sie nochmal erwische bevor sie wirklich ausgeflogen sind.



Zurück von der Ostsee

Donnerstag, Mai 30th, 2024

Da bin ich wieder und ich bin ja überrascht, dass sich hier noch nicht spontan ein Regenwald der gemäßigten Breiten gebildet hat. Aber das ist ein anderes Thema. Also ich bin zurück. War ein paar Tage an der Ostsee bzw. an den Boddengewässern rund um den Darß. Das ist nun eindeutig nicht die schlechteste Umgebung für Naturfotografie, allerdings hatte ich keinen echten Plan was ich denn fotografieren will. Die Idee war: Einfach mal schauen und Urlaub machen…

Gleich am ersten Abend gab’s einen netten Gewitteraufzug überm Boddengewässer. Ein gern gesehenes Motiv. Sehe ich hier in Bonn sowieso viel zu selten. Was vor allem daran liegt, dass sich mein Interesse Gewitter zu fotografieren antiproportional zur Menge an störenden Zivilisationsspuren entwickelt. Und weil hübsche Gewitterwolken meistens recht viel Weitwinkel brauchen… Nun ja!



Ab jetzt gibt’s hier keine chronologische Ordnung mehr, sondern pures Chaos. Habe sowieso den Überblick verloren was ich wann gemacht und fotografiert habe. ;)

An einem Morgen, ich glaub es war ein Morgen, an dem ich dachte, dass ich es mal bei Sonnenaufgang – der ist übrigens echt früh dort oben rechts auf der Karte – mit dem Wald probiere (zum Wald dann später hier im Beitrag mehr) und vor Ort dann entschieden habe, dass das nicht funktionieren wird und bei den Bedingungen auch niemals funktionieren kann, bin ich dann weiter Richtung Meer geradelt.

Während ich dann dort so den Hirschen beim Rumhirschen zugeschaut habe (auch dazu später mehr) und meinen Blick immer mal wieder über die Landschaft habe schweifen lassen, ist mir dieser nette Fuchs aufgefallen, der in der Ferne im Gegenlicht über eine Sandbank spaziert ist. Hat wohl nach essbarem gesucht. Irgendwelche angeschwemmten Dinge. Eine Szene genau nach meinem Geschmack.



Etwas früher am selben Morgen und als ich genau dasselbe gemacht habe, nämlich schauen was sich so tut abseits der Hirsche, hat mir auch diese Szene hier sehr gut gefallen. Nette Nebelschwaden über der Landschaft, cooles Licht, nette Bäume, ein Graureiher – der in die falsche Richtung spaziert – und überhaupt, genau meine Stimmung.



Und damit jetzt eine kurze Runde in den Wald. Ohne Wald geht’s einfach nicht. Vor allem dann, wenn der Wald so edel ist wie dort am Darß. Es geht doch – abgesehen natürlich von Birkenwäldern – einfach nichts über Erlenbruchwälder.

Das ist schon einfach faszinierend. Nicht nur weil die Anzahl an Stechmücken um dieses Jahreszeit einfach nur abartig ist, sondern vor allem deshalb, weil so ein Wald so richtig ursprünglich und wild wirkt. Fotografisch war’s allerdings ein bisschen der Endgegner. Wobei welcher Wald ist das nicht, wenn es keinen Nebel hat? Und den hatte ich leider nicht. Dabei bestanden sogar Chancen. Die Voraussetzungen hätten eindeutig schlechter sein können. Gab aber einfach keinen Nebel wo ich ihn gebraucht hätte. Ich hab’s trotzdem probiert und ein paar Fotos gemacht, die zumindest für den Blog dann doch gut genug sind. ;)







Ach ja, und weil der Kiefernwald teilweise auch ganz hübsch war und obwohl der Kiefernwald auch von Nebel und vor allem von Licht profitiert hätte, habe ich auch den dann nicht einfach links liegen lassen können.



Und damit wieder zum Meer! Zum Baden war’s noch nicht so richtig geeignet, aber fotografisch lässt sich bei Sonnenuntergang ja immer was machen. Vor allem wenn man sich auf Details konzentriert und/oder mit etwas längeren Belichtungszeiten rumspielt. Farblich auf jeden Fall sehr interessant. Sieht zwar alles recht ähnlich aus, aber was das betrifft, bin ich ja dank Birkenwaldsucht sowieso geübt. Also Meer!











Die Hirsche wurden ja schon erwähnt. Der Darß ist ja vor allem im Herbst richtiggehend überrannt von mehr oder weniger ambitionierten und motivierten Fotografen auf der Suche nach dem röhrenden Hirsch im Nebel bei Sonnenaufgang und so. Im Frühling hat’s die Hirsche natürlich auch.

Ich bin mir nicht so sicher ob ich ein kompletter Banause bin, aber ein Hirsch ohne Geweih ist einfach nicht so cool wie einer mit Geweih. Der Vergleich passt vielleicht nicht ganz, aber so ein bisschen ist das wie eine blühende vs. eine nicht blühende Orchidee. Vielleicht nicht ganz, aber fast.

Wenn man halt weiß, dass da theoretisch jetzt auch Fotos mit Geweihträgern entstehen könnten (also später im Jahr), dann wirkt es geweihlos einfach ein bisschen halb. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem und es ist auf jeden Fall ein Erlebnis.







Steine kann man übrigens auch fotografieren am Strand. Das macht auch Spaß. Da sucht man sich einfach einen dunklen Stein am Ufer, dort wo das Meer gerade noch Wellen hinwirft und wartet im Sonnenuntergang darauf, dass das letzte Licht und die Wellen in Kombination irgendwelche Dinge machen.



Als ob das mit den Hirschen jetzt nicht schon genug Wildlife gewesen wäre für meine Verhältnisse, kommen jetzt noch die ersten Vögel dazu. Schwalben sind doch einfach fotogene und dankbare Motive. Vor allem wenn sie sich so einfach fotografieren lassen, dass man sie wirklich im Detail erkennt. Und sie schauen auch so nett.





Nicht ganz so nett finde ich ja meistens Wildschweine. Vielleicht wäre es genauer zu schreiben: Nicht so ganz nett fand ich ja meistens Wildschweine. Seit dem Umzug von Marburg a. d. Lahn nach Bonn hat sich das ja so ein bisschen geändert. Die Aggroschweine damals in Marburg sind mir hier in Bonn noch nicht begegnet. Im Gegenteil, die waren immer recht sympathisch hier bei den doch eher seltenen Begegnungen.

Am Darß scheinen die Schweine auch von der gemütlichen Sorte zu sein. Hatte die ganze Zeit keine einzige ungute Begegnung, dabei hätte es mehr als genug Gelegenheiten gegeben. Gelegenheiten sie zu fotografieren gab es allerdings nicht so viele. Wildschweinfotografie ist aber auch jetzt nicht unbedingt eine Sache, die ich in meiner Zeit dort oben an der Ostsee irgendwie forciert hätte. Ein Foto habe ich trotzdem machen können. Inklusive “Oh-sind-die-süß”-Frischlingen.



Das ich Kiefern auch mag, hat man ja vermutlich schon gemerkt hier im Blog. Diese Gruppe fand ich auch ganz hübsch. So hübsch, dass ich sie auch ohne Licht fotografieren musste. Wäre sicher auch mal ein Motiv für bessere Bedingungen. Wie so vieles dort in der Gegend.



Das eigentliche Highlight der Tage an der Ostsee waren für mich weder Wälder, noch Hirsche, noch das Meer. Vögel waren es! Ich habe diese netten Sandregenpfeifer ja letztes Jahr auf Texel schon fotografieren dürfen. Dieses Jahr hat’s wieder geklappt! Der hier ist allerdings erstmal kein Sandregenpfeifer, sondern ein Flussregenpfeifer.



Noch spannender als der Flussregenpfeifer waren dann tatsächlich diese beiden Sandregenpfeifer am letzten Abend bei Sonnenuntergang. Das war einfach nur nett zu beobachten wie die beiden fleißig dabei waren frischen Nachwuchs zu produzieren. Ich war so fasziniert von dem ganzen Geschehen, dass ich sogar irgendwann wohl einfach nicht mehr daran gedacht habe mein Supertelezoom voll bis zum Anschlag auszunutzen. Faszinierend! Bester Abend seit Langem!









Eine nette Zeit war’s. Dafür, dass ich mehr oder weniger planlos unterwegs war und die Pläne immer erst recht spontan entstanden sind, bin ich eindeutig glücklich mit dem Erlebten und den Fotos. Wobei gerade mit dem Wald, da geht sicher noch mehr. Wenn die Gegend nicht gar so weit entfernt wäre, wüsste ich was ich demnächst wieder machen würde… ;)

Jetzt bin ich allerdings erstmal gespannt was sich hier so getan hat in der Natur. Wie riesig das Farn im Birkenwald inzwischen wohl ist? Ob die Roten Waldvöglein kooperativ sind? Mache ich dieses Jahr vielleicht endlich ein nettes Foto einer Breitblättrigen Stendelwurz? Mal sehen…

Videomittwoch: Endlich wieder Orchideen!

Mittwoch, Mai 15th, 2024

Bevor ich demnächst ein paar Tage abwesend bin, gibt’s dieses Mal endlich wieder einen kleinen Ausflug zu Orchideen. Ich weiß ja, dass ihr alle nur darauf gewartet habt.

Hatte den Plan, das allererste Licht des Tages dafür zu verwenden. Das macht einfach immer wieder Spaß und ich hoffe, dass es nicht das letzte Mal diese Orchideensaison gewesen ist! Ein paar Ausflüge sind an sich noch geplant, mal sehen was Wetter und Zeit machen.

Bis dahin aber erstmal viel Spaß mit dem heutigen Video!

Naturfotografie: Abwechslungsreiche FRÜHLINGSTAGE und mal wieder ORCHIDEEN

Hier meine zwei Favoritenfotos des Videos. Keine Purpur-Knabenkräuter heute. Dabei hätte sich so eins besonders auf dem ersten Foto richtig gut gemacht. Vielleicht finde ich ja mal eins, das so gut steht. =)





Hummel-Ragwurz

Montag, Mai 13th, 2024

Wenn man schon mal die Schwäbische Alb besucht, muss man natürlich auch Orchideen fotografieren. Besonders wenn die Hummel-Ragwurz gerade blüht. Ragwurzen sind ja sowieso die coolsten aller Orchideen. Praktisch, wenn man dann noch ortskundige Menschen um sich hat, die dieselben Interessen teilen und man dann zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist! Vielen Dank nochmal!

Hier ein paar Fotos:





Und jetzt wird es dann wohl Zeit mal wieder zu schauen was hier so vor sich geht in Sachen Orchideen…

Polarlicht (ich auch!)

Montag, Mai 13th, 2024

Nachts zu fotografieren ist ja eindeutig nicht so meins. Es sei denn man zählt 5 Uhr morgens noch zur Nacht, dann schon. Aber an sich vertrete ich die Ansicht, dass die Nacht zum schlafen da ist, damit man morgens bei Sonnenaufgang wach ist und nicht aus Versehen beim Fotografieren von Orchideen im Sonnenaufgang oder Birken im Nebel einschläft.

Aber wenn es dann mal Polarlicht gibt, dann kann man mal eine Ausnahme machen. Vor allem wenn man es mitbekommt und sowieso gerade wo ist, wo mindestens die Hälfte der Leute nicht der Ansicht ist, dass die Nacht nur zum Schlafen da ist, sondern durchaus auch zum Fotografieren…

Und so kam es, wie es kommen musste. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Polarlicht fotografiert und war zusätzlich noch in einer Gegend bzw. an einer Stelle, die gar nicht so schlecht war. So halb auf der Schwäbischen Alb oben. Da gab’s nicht nur Polarlicht, sondern auch viele Sterne zu sehen. Und ein paar nette Kiefern.

Hier ein paar Impressionen:







Ich war ja echt froh, dass ich meine Kamera überhaupt dabei hatte. Dachte so: Jaja, Polarlicht in Süddeutschland, da reicht das Handy, da kann man eh nichts sinnvolles machen. Habe dann aber doch noch Stativ, Panasonic S1 und das Irix 15mm f2.4 eingepackt. Gar nicht so schlecht die Kombi. Nächstes Mal nehme ich dann ein 14mm f1.8 mit… ;)

Endlich Sonne!

Freitag, Mai 10th, 2024

Ist doch schön, wenn die Dinge so laufen, wie man es erwartet. Je weiter der letzte Regen in die Ferne rückt, desto trockener wird das alles da draußen und desto weniger Nebel gibt’s am frühen Morgen bei Sonnenaufgang.

Man könnte jetzt darüber streiten, ob der Schritt von gestern (“Wow, war das viel Nebel in den Birkenwäldern!”) zu heute (“Naja, das war jetzt nicht mehr so viel Nebel in den Birkenwäldern!”) nicht zu groß war und sich darüber ärgern, dass ein Zwischenschritt (“Cool, das ist ja netter Nebel mit Sonnenaufgangslicht in den Birkenwäldern!”) ausgelassen wurde. Aber das würde sowieso nichts daran ändern, wie der heutige Morgen sich gezeigt hat.

Soll heißen: Ich hätte zwar gerne mehr gehabt. Also vor allem eben im Wald. Außerhalb war es eh okay. Aber es war trotzdem einfach schön. Vielleicht in dem Fall teilweise mehr visuell als fotografisch, Spaß gemacht hat’s allerdings heute Morgen.

Hier ein paar Impressionen:









Schon wieder keine Sonne!

Donnerstag, Mai 9th, 2024

Dabei hat es so gut angefangen. Würde meinen, man könnte das fast perfekten Nebel nennen. Schön dicht, schön viel und trotzdem nicht zu viel. Also man konnte so eine drei viertel Stunde vor Sonnenaufgang den Himmel noch gut erkennen.



Je näher der Sonnenaufgang dann kam, desto mehr wurde der Nebel. Der Bodennebel wurde mit tiefreichendem Hochnebel erweitert und irgendwann haben sich die beiden erreicht und fröhlich eine dicke Nebelsuppe gebildet.

Nicht, dass ich mich darüber beschweren wollen würde. Wobei doch, schon. Ich hatte mir schon wieder so viele hübsche Bilder im Kopf zusammengebastelt. Tiefstehende Sonne, Gegenlicht, erstes Grün im Birkenwald. So, wie man sich das halt vorstellt, wenn man ich ist und dort am Morgen bei Nebel unterwegs ist. Nett war’s trotzdem.





Man merkt halt einfach, dass es wirklich feucht war in letzter Zeit. Es steht auch überall Wasser in der Landschaft. Mal sehen was sich morgen so tut. Theoretisch könnte es gut werden. So für Fotos im Nebel im Gegenlicht der gerade aufgehenden Sonne. ;)

Grün

Mittwoch, Mai 8th, 2024

Gestern noch ein total verregneter Nebelmorgen und heute die trockene Wiederholung. Fast wäre es “perfekt” gewesen. Hatte die Hoffnung, dass ich nicht nur Nebel, sondern auch etwas Sonnenschein dazu bekomme.

Sonnenschein gab’s nur kurz und ohne Nebel, dann bildete sich Nebel und kurz danach stieg die Nebelobergrenze an und ich stand mittendrin ohne Möglichkeit noch weiter raufzukommen. Immerhin stand ich aber nicht irgendwo mittendrin, sondern auf meinem Lieblingshügel im Siebengebirge mittendrin. Ich weiß gar nicht ob man da irgendwas mit Sonne und Nebel hätte anfangen können. Vermutlich schon, weil wieso auch nicht? Sicher ist, es geht auch “nur” mit Nebel und komplett ohne Sonne…

Hier ein paar Impressionen:









Mal sehen wie’s weitergeht mit dem Nebel. Die kommenden Tag sehen auch nicht ganz falsch aus. Da geht sicher noch mehr!

Videomittwoch: Regen und Nebel im Siebengebirge

Mittwoch, Mai 8th, 2024

Das war ein schöner Morgen im Siebengebirge. Viel Regen, viel Nebel. Da hat die fast schon übertriebene Nässe der letzten Tage doch wieder was Gutes. Ich war, einfach weil es von der Höhe am besten passte, rund um den Großen Ölberg unterwegs und habe mich so ein bisschen durch den Wald fotografiert. Hat eindeutig Spaß gemacht!

Viel Spaß mit dem Video!

Naturfotografie: NEBEL und REGEN im SIEBENGEBIRGE | Durch den WALD fotografiert...

Ein paar Fotos gibt’s natürlich auch.







Nochmal dreimal Purpur-Knabenkraut

Freitag, Mai 3rd, 2024

Bevor – mal wieder – der große Regen kam, gab’s gestern noch einen netten Sonnenaufgang mit den Orchideen. Nett vor allem auch deshalb, weil der Saharastaub dieses Mal nicht dazu beigetragen hat den Himmel vollzuschlatzen. Die Sonne konnte einfach das machen, was sie bei Sonnenaufgang eigentlich machen sollte: Scheinen!

Und so war’s dann ein netter Morgen mit Orchideen. Etwas schade, dass so viele den Frost nicht überlebt haben oder lädiert aussehen. Das hat die Wahl der Motive doch etwas eingeschränkt. Aber passt schon. Demnächst wird dann wohl die zweite Welle Orchideen losgehen. Mal sehen was ich dieses Jahr mit Waldhyazinthen anfangen kann und dann wäre da ja noch das Rote Waldvöglein.

Bis dahin hier ein paar Fotos von – mal wieder – Purpur-Knabenkräutern: