Videomittwoch: Freelensing mit Birken, Farn und Blumen
Es gibt noch kühle Tage! So kühl sogar, dass es morgens wieder Spaß macht mit Mütze und Jacke durch den Wald zu spazieren. Nebel und gutes Sonnenaufgangslicht gab’s für mich zwar nicht, das hatte ich allerdings auch gar nicht eingeplant. Ich wollte mal wieder was probieren. Dafür bieten sich Hochsommer und Spätestherbst ja schließlich an. Dieses Mal: Freelensing. Ich habe einfach ein altes 50mm f1.4 vor den Sensor gehalten und geschaut was so passiert.
Schaut am besten selbst. Viel Spaß mit dem Video!
Naturfotografie: Sommermorgen mit FREELENSING mit altem 50mm f1.4 | Birken, Farn und Blüte
Einige der Fotos gibt’s natürlich auch hier zu sehen:








29. Juni 2023 um 08:18
Hi Felix,
hmmm … also die Ergebnisse sind schon interessant und haben eindeutig was.
Aber ich stelle mir genau wie du die Frage “Warum eigentlich ?”.
Mit diesen Wisch- und Wackelbildern kann ich in der Regel überhaupt nix anfangen. Ich möchte auf Fotos das Motiv wenigstens noch gut erkennen können, was zumindest hier bei den Freelensing-Fotos noch der Fall ist. Den Begriff hatte ich bis heute noch nie gehört, geschweige denn, die Technik schon mal irgendwo wahrgenommen.
Zum Ausprobieren für mich vielleicht mal ganz nett, aber öfter würde ich das wohl definitiv nicht machen.
LG Frauke
29. Juni 2023 um 10:25
Hallo Felix,
wieder mal ein inspirierendes Video. Dein Objektiv, ist das eins, was Du mit einem Adapter anschließen müsstest oder könntest du es direkt an die Kamera schrauben?
Ich finde diese Bilder ja fast spannender als die normalen. Vielleicht ist das auch Geschmackssache. Diese Bilder sind wirklich einmalig, während bei den anderen Bildern schon leichter ähnliche entstehen können.
Es ist auch ein Spiel mit der Fantasie. Man muss ja nicht immer alles genau erkennen um zu wissen, was da jetzt ist. Ähnlich Aktfotografie, wo weniger sehen auch mehr ist.
Vielleicht ist es aber auch der Übergang von Fotografie zu Malerei. Ähnlich Bildern von Erik Malm, die mir auch wirklich gut gefallen. Das sind Bilder, die man nicht in Reihe jedes Mal gleich hinbekommt. Unikate, die ich nicht als Effekthascherei einstufen würde, sondern wirklich als was einmaliges und besonderes. Nicht falsch verstehen, nicht jedes Wackelbild ist jetzt auch Kunst, aber es gibt schon besonders schöne Bilder in der Art.
Herzliche Grüße
Birgit
29. Juni 2023 um 12:25
…das gefällt mir mal wieder ausgesprochen gut, besonders die Nahaufnahmen wirken so völlig undigital analog, voll retro ;) Cool!!
Herzliche Grüße vom Jochen
30. Juni 2023 um 09:25
Hey!
@Frauke:
danke dir! Das spannende ist ja, dass es durchaus Fotos gibt, bei denen das wirklich funktioniert. Also egal was: ICM, wackeln, Objektiv vor die Kamera halten etc. Es soll ja sogar Fotos geben, die mit einem Trioplan Objektiv gemacht sind und gut aussehen (wobei ich das für ein Gerücht halte ;) ).
Aber ich glaub all den funktionierenden Fotos ist gemein, dass der “Effekt” nicht Selbstzweck ist. Daran hapert es bei solchen Fotos oft. Das ist dann wie mit dem Landschaftsfoto, auf dem der Sonnenuntergang hübsch, der Rest allerdings einfach fad ist… Sieht kurz nett aus, das war’s dann aber auch schon.
Ich werde das auf jeden Fall mal machen, wenn ich wieder bei Nebel im Birkenwald unterwegs bin. Das kann man ja schnell mal zusätzlich machen. Einfach um zu sehen ob dabei vielleicht bei guten Bedingungen was spannendes entsteht.
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@Seh-N-Sucht:
vielen Dank! Das Objektiv müsste ich mit Adapter an die Kamera schrauben. Ist ein altes Objektiv für Contax/Yashica. Also Spiegelreflex. An meine Kamera würde ich es mit einem Contax/Yashica auf Canon EF Adapter + Canon EF auf L-Mount Adapter bekommen. Da passt dann der Abstand zwischen Sensor und Objektiv wieder am Ende. ;)
Einmalig. Hmm. Ja. Irgendwie schon. Ist schwierig genau das gleiche nochmal zu machen. Aber einmalig sind ja auch verwackelte Fotos irgendwie. Von daher, einmalig alleine ist halt auch nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss. Oder so. Spannend ist es aber auf jeden Fall.
Und ja, das was du schreibst mit der Fantasie: Man muss nicht immer alles erkennen. Das ist auch genau der Grund, wieso ich beim Fotografieren dauernd hin- und hergerissen bin. Einerseits langweilen mich Fotos, die so direkt und unverblümt zeigen, was sie sind. Andererseits mag ich es auch nicht unbedingt mit Effekten wie Wischen, Wackeln oder eben jetzt sowas wie hier im Video dafür zu sorgen, dass ein bisschen was verborgen bleibt. Ich denke, dass ich deshalb auch Nebel so mag. Das ist quasi die natürliche Art was zu verhüllen.
Erik Malm: Ja, das hat schon was, was der macht. Da merkt man auch, dass es schon mehr braucht als einfach nur mal Rumwischen um Fotos zu bekommen, die was taugen. Ist schon interessant was der so zeigt.
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@Jochen:
freut mich! =)
Danke euch allen und viele Grüße,
Felix